2016/12/31

Jahresrückblick 2016 - Tradition bewahren

Der Nostalgie wegen darf er nicht fehlen. Der vor zehndrilliarden Jahren begonnene Jahresrückblick-Fragebogen. Tadaaaa!

Jahresrueckblick 2016

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen. Punkt.

Haare laenger oder kuerzer?
Länger

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichbleibend kurzsichtig.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger

Der hirnrissigste Plan?
Ich blogg jetzt mal nicht nur für mich.

Die gefaehrlichste Unternehmung?
Ja. Also. Hm. Nö. Gabs nicht.

Die teuerste Anschaffung?
Gab es in diesem Jahr nicht.

Das leckerste Essen?
Borscht. Bei Schwiegermuttern.

Das beeindruckenste Buch?
Nachhaltig beeindruckt mich "what if?" - Weil ich mir darüber niemals Gedanken gemacht hätte.

Der ergreifendste Film?
Muaha. Alles steht Kopf - selten so geheult. Nicht nur geweint. Richtig geheult!

Die beste CD?
Findus und Pettersson vielleicht?

Das schoenste Konzert?
Knoarkator - auch das einzige in diesem Jahr.

Die meiste Zeit verbracht mit...?
den Wuselzwergen

Die schoenste Zeit verbracht mit...?
den Wuselzwergen und dem Herrn von und zu. Und Herzensmenschen. Und Lieblingsmenschen. Hach.

Vorherrschendes Gefuehl 2016?
Echt jetzt?


2016 zum ersten Mal getan?
Auf Kur gewesen.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
Bewusst fotografiert. Ok. Eher Schnappschüsse. Aber trotzdem.

Drei Dinge, auf die ich gut haette verzichten koennen?
1. den Januar
2. Ostern
3. den Dezember

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden ueberzeugen wollte?
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.

Das schoenste Geschenk, das ich  wir jemandem gemacht habe?
Es rührt, knetet und macht unglaublich glücklich.

Das schoenste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Macaronkurs - der ist zwar schon 2015 geschenkt worden aber es war ein wundervoller Tag!

2016 war mit 1 Wort … ?
...kräftezerrend

Ade 2016

Da sind wir nun. In ein paar Stunden beginnt ein neues Jahr und ich möchte mich auch hier noch einmal von den vergangenen 366 Tagen verabschieden.

***

Liebes 2016!

Du endest, wie du begonnen hast. Mit bleischwerem Herzen. Allerdings war das auch nicht anders zu erwarten. Du warst kein Spitzenjahr. Selbst den Durschschnitt hast du nicht ganz erreicht. Du hast dich eher in der unteren Hälfte bewegt. Und dennoch. Ich danke dir für viele, wirklich schöne Momente. 

2016 war einiges los.
Ich habe die Weiterbildung zur Praxisausbilderin abgeschlossen, wir waren Schlitten fahren, Schneemann bauen, schwimmen, kraxeln und sowas wie wandern. Wir haben drei ziemlich volle Wochen im wunderschönen Schwarzwald erleben dürfen. Haben Kraft getankt und uns gewappnet. Wir durften bei einer Märchenhochzeit dabei sein, haben den großen Wusel eingeschult, sind neue Wege gegangen und beim Altem geblieben. Ich habe in diesem Jahr viel geweint, bin an meine Grenzen gekommen und habe sie überschritten. Ich bin gewachsen, allerdings nicht zwingend weiser geworden. Ich durfte viele wundervolle Menschen begleiten. Herzensmenschen, Lieblingsmenschen. Wir haben viele Erinnerungen geschaffen und ich trage sie tief in mir für den Rest meines Lebens. 

2016, es ist gut, dass du nun zu Ende bist. Es wird Zeit für ein neues Jahr. In dem nichts besser werden muss, aber gerne darf. In dem ich mehr Lachen werde und in dem ich wieder etwas näher zu mir komme. Denn. Das muss ich schon sagen. 2016 du hast mich ziemlich geschüttelt. Nicht gerührt.*

Ich freue mich auf eine weitere wundervolle Hochzeit im Jahr 2017, freue mich auf Herzens- und Lieblingsmenschen. Freue mich auf weitere Meilensteine. Auf Glücksmomente und aufs Pfützenspringen nach regnerischen Tagen.
Ich weiß, dass das kommende Jahr nicht zwingend leichter wird. Ganz gewiss wird es mich ebenso an bisherige Grenzen bringen. Aber. Diesmal bin ich vorbereitet. Denn, wenn du eines geschafft hast, 2016, dann das, dass ich wieder genauer hinschaue. Und genau dafür möchte ich dir danken.

2016 du warst nicht das beste Jahr, aber du warst wohl genau richtig, so wie du warst. Ich danke dir für deine Beständigkeit. Und dafür, dass ich ein Teil davon sein durfte. 

2016 mach's gut. Ich lese dich hin und wieder im neuen Jahr. Versprochen.

Ade

Minensie

*ganz nach der wunderbar bunten und lauten Tessa von ichsagnoe

2016/11/15

Backen für die Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder + leckerem Rezept

Heute habe ich gleich zwei Dinge für euch - zum einen möchte ich euch eine Weihnachts-Back-Aktion vorstellen und zum anderen verrate ich euch unser liebstes Lieblings-Plätzchen-Rezept ganz am Schluss dieses Beitrages.

***

Weihnachten steht vor der Tür. Zeit der Nächstenliebe. Des Gebens. Überall werden die Fenster geschmückt, Schokoladenweihnachtsschätze sind seit Wochen in allen Läden zu finden und schließlich werden nun auch die Straßen unserer Stadt geschmückt. Denn. In nicht ganz 14 Tagen ist es soweit. Die erste Kerze auf dem Adventskranz wird angezündet. Und somit beginnt schließlich ganz offiziell die Vorweihnachtszeit.

Wer uns bei Instagram  folgt, dem ist vielleicht aufgefallen, dass wir schon seit einigen Tagen die Weihnachtsbäckerei eröffnet haben. Und wer uns persönlich kennt, der wird sich fragen - was ist denn da in Wuselhausen los? So frühzeitig? Das gibts doch gar nicht! Und doch, das gibt es. Denn wir haben die wohl tollste Motivation überhaupt.


Wir unterstützen die "Plätzchen-Backaktion" von Nadine Frammersberger dessen Verkaufs-Erlös dem Verein zur Förderung krebsranker und körperbehinderter Kinder zu Gute kommt, der sich um die Herzensangelegenheiten der betroffenen Kinder kümmert. Sei es finanzielle Unterstützung, Geschenke, Ausflüge über das Jahr oder ähnliches. Grund genug, unsere Backsachen auszupacken und loszulegen.

Der organisatorische Ablauf der Aktion verläuft wie folgt: Man backt ein paar Weihnachtsplätzchen mehr, verpackt diese in verschieden große Kartons und verschickt diese bis zum 24.11.2016 an

Nadine Frammersberger
887164560
Packstation 121
94469 Deggendorf


Das war's auch schon. Tut nicht weh und 1 - 2 -3 hat man, ohne das man sich anstrengen muss, ein Häkchen auf der "Gute-Taten"-Liste. Außerdem hat man dadurch bereits eine beachtliche Auswahl für das erste eigene Adventskränzchen :D
Und jep! Das war der Wink mit dem ganzen Zaun, dass jeder recht herzlich dazu eingeladen ist, noch fixe an dieser Aktion teilzunehmen.

Nadine hat diese Aktion im letzten Jahr erstmals gestartet und es freut mich so unheimlich, dass sie auch in diesem Jahr die Arbeit auf sich nimmt, um die vielen Weihnachtsleckerein anzunehmen und an die Damen des Vereins zu übergeben. Nadine hat selbst eine kleine Kämpfer-Heldin daheim. Den Beiden auf Instagram folgen zu dürfen, lässt mein Herz hüpfen. Nadine, ihr zwei zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht! Und macht mich so dankbar. Krebs ist der größte Scheiß - da will ich gar keine anderen Worte finden. Dennoch macht es mich immer wieder sprachlos, was man gemeinsam schafft, wenn man sich gegen etwas stellt. ♥

Und nun: Backschürzen umgebunden und Mehl ausgepackt - hier kommt unser aller liebstes Lieblings-Plätzchen-Rezept! Es ist so kinderleicht und ein ideales Mitmach-Rezept für die Allerkleinsten. Außerdem ist es in Null-Komma-Nichts in eine vegane Variante abwandelbar ohne dabei an Geschmack einzubüßen. Aber vorsicht! Suchtgefahr!

Weihnachtliche Schokobällchen


Zutaten: 
50 g Halbbitterkuvertüre, fein gerieben
250 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
100 g Puderzucker
1 EL Kakao
175 g kalte Butter / pflanzliche Magarine
2 EL Sahne / pflanzliche Sahneersatz 

3 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 EL Kakao

Zubereitung:

1. Geriebene halbbitterkuvertüre, Mehl, Mandeln, Puderzucker und 1 EL Kakao mischen.
 Mit der Butter und der Sahne zu einem Teig verkneten.
 Aus dem Teig zwei Rollen formen und in Folie wickeln. 
Die Teigpakete für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

2. Den Backofen auf 180  Grad vorheizen. 
Die Teigrollen in etwa 20 Scheiben schneiden und daraus Walnussgroße Bällchen formen. 
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Bällchen darauf platzieren. 
Je Blech  etwa 15 Minuten backen. 
Herausnehmen und kurz auskühlen lassen.

3. Zucker und Vanillezucker sowie Kakao mischen und die noch warmen Schokobällchen darin wälzen. 



Geheimtipp: Wer das besondere Etwas in diese Schokobällchen backen will, der fügt noch einen Teelöffel der Gewürzmischung "Dunkler Diwan" von Herbaria hinzu. Geschmacksexplosion garantiert.

Die Schokobällchen sind etwa 6-8 Wochen haltbar.

***

Nicht vergessen, die Aktion endet am 24.11.2016. Alles was bis dahin nicht verschickt wurde, kann leider nicht mehr für die Weihnachtsmärkte verpackt werden.

Viel Spaß beim Backen wünscht aus Wuselhausen

Minensie 

2016/10/26

Morgenritual

Eines Tages werde ich vor dir stehen und dich fragen: "Mein kleiner Wusel, weißt du noch?" Und dann werde ich dir diesen dicken Packen an Briefen überreichen. Und du wirst darin diesen Einen hier finden:
 ***

"....

Dieser magische Moment. Vom Schlaf verbrauchte Luft, durch die der Wecker sich ganz zaghaft bemerkbar macht. Aufsteh-Zeit. Noch einmal umdrehen. Nur 5 Minuten. Den Träumen nachhängen. Und da deine kleine Stimme, noch zwischen Traum und Wirklichkeit, die mich ruft. Wie von selbst gehe ich barfuß den Flur entlang zu dir, knie mich vor dein Bett und breite meine Arme aus. Und du fällst in sie hinein. Zwischen Traum und Wirklichkeit. Du hälst mich mit deinen kleinen Händen, dein Kopf fest an mein Herz gedrückt. Ich trage dich. Mit Liebe. Und Träumen. Ganz leisen Träumen. Wir kuscheln uns unter die Decke, du rollst dich auf meinen Bauch ein. Wie ein zu groß gewordener Hundwelpe siehst du aus. Und du hälst meine Hand mit deinen kleinen Fingern.
Ich bin nun gänzlich wach, betrachte dich im Halbdunkeln und kann mein Glück kaum fassen. Der Wecker macht sich erneut bemerkbar. Nur noch 5 Minuten. Dich betrachten. Mich in diesem Glück verlieren. 

Die Restwärme der Bettdecke fühlt sich so unsagbar behaglich an. Mit dir auf meinem Bauch. Und dein kleiner Mund, der mir mit süßlichem Atem und geschlossenen Augen Fragen in diese Zwischenwelt hinein flüstert. 
Wir beide tanken Energie. Für die bevorstehenden Streitigkeiten und alle den Anforderungen, denen wir heute gerecht werden müssen.  Ich kraule deinen Rücken. Höre deinen Atem. Spüre dein kleines starkes Herz und bin so unfassbar Dankbar. Für dieses Leben, diese Liebe. 

Wir verabschieden uns beide von dieser Zwischenwelt. Decken gemeinsam die letzten zarten Träume zu und lassen die Wirklichkeit gewähren. Bereit für diesen neuen Tag. 

Ich danke dir, dass du mich so an deinem täglichen Erwachen teilhaben lässt. Das du mir, trotz aller Unstimmigkeiten am Tage, in der Nacht und vorallem in dieser besonderen Zeit zwischen Träumen und Wachen so vertraust, mir so nah bist und mir deine aufrichtige Liebe auf's deutlichste zeigst. Dieser Moment gehört in der Mehrzahl nur uns Beiden. Er ist so wunderbar und ich werde ihn schrecklich vermissen, wenn du mir völlig entwachsen bist. Aber ich werde ein Leben lang an diesen Moment, unseren Moment denken und muss lächeln. Wir machen Erinnerungen. Traumzarte und Taghelle. Nein. Du machst sie und lässt mich daran teilhaben.

Danke.

In Tage gehüllt.

Deine Mama

..."

2016/10/12

#12von12 im Oktober

12 von 12 ruft mein Kalender. Und weil ich heute frei habe und weil heute tatsächlich auch das eine oder andere außer der Reihe war, tackere ich diesen Tag gerne im www fest.

Heute morgen waren wir allesamt sehr pünktlich. So pünktlich, dass ich, ausnahmsweise, ganz streberhaft bereits um 08:32 Uhr das Bad geputzt sowie die Wohnung gesaugt und gewischt habe.


Super Mom. Von wegen. Aber egal. Fühlte sich gut an und meine Motivation wuchs ins unermäßliche. Ich hatte auch einiges vor. Der Einkauf vom Möbelschweden am Montag wollte verbaut und eingeräumt werden.

Dazu musste ich allerdings erstmal Platz im Kinderzimmer machen. Und weil ich gerade so am ausräumen war, machte ich ein Bild unserer gebastelten Lieblinge. Familienfoto sozusagen.

von links nach rechts: Evas Hundehütte, Happy Meal Haus mit Inneinrichtung (Stühle, Tisch, Bett... alles aus Papier), Tolla1-Schiff (mittlerweile ohne Segel), Ritterburg 2.0, Wusel-TV, Dinotheater (kaum zu erkennen), Strohhalmflugzeug, Chaos-Katzen-Einsatzfahrzeug (ich habe keine Ahnung! Ehrlich!) Ninja-Haus und unser wundervolles Tolla2-Schiff. 


Kein Wunder also, dass in unser Kinderzimmer einfach gar nichts mehr passt. Gegen 11 Uhr gab es dann den ersten Kaffee. Mit Katalog-Lektüre.

 
Wenn einer da draußen Erfahrung mit Mini-Boden-Draußen-Jacken hat, bitte mir gerne mitteilen. Hier ist es plötzlich so kalt. Und die bereits vorhandene Kleidung aus dem letzten Jahr so klein. Hm.

Danach ging es weiter im Kinderzimmer. Ausräumen, einräumen, hochräumen. Unfassbar, was sich alles in so einem Zimmer ansammelt. Zwischendurch immer wieder mal zu unserem neuen Familienmitglied spitzen. Der Miniwusel bekam gestern bei einem Kindergeburtstag ein Dinosaurier-Ei geschenkt. So eines, zum im Wasser ausbrüten. Spannend ist das!



Da im Kinderzimmer einiges auch von den Wänden  muss, machte ich eine mir unheimliche Entdeckung, die ich bisher erfolgreich verdrängt hatte. Hinter einem Bild war der Zugang zum Kaminschacht versteckt. Kabel, Rohre, Stille Post oder aber auch Spinnen ... da findet einiges Platz... ich mag da nicht drüber nachdenken.



Aber nicht nur von den Wänden musste einiges Weichen, auch von den Schranktüren wurde sämtlicher Aufkleberschnickschnack entfernt. Zumindest war das fest geplant. Bis ich am Pax die Beschichtung der Tür mit abzog. Da entschied ich dann doch, das eine Babyhafte dran zu lassen. Muss ja nicht sein. Sind 'mer ja nicht so.


Ok ich gebe zu, die Stelle hier ist minimalst. Aber beim Zweiten wäre etwa 10 mal so viel abegangen. Da hab ich mich dann doch gar nicht getraut. Stattdessen habe ich mich mit neuen Bildern motiviert. Die irgendwann an die Wand sollen. Irgendwo. Irgendwie. Gefunden habe ich diese wundervollen Poster bei vierundfuenfzig sowie ava&yves. Der "kleine Bruder" ist mir im Wohnzimmer hinter den Schrank gerutscht und wartet auf Rettung. Die naht und dann wird auch dieser gerahmt. Fehlt nur noch der perfekte Platz an der Wand.


Der Grund für diese ganze hin und her räum Aktion war im übrigen schlicht und einfach. Neuer Stuva im Kinderzimmer, Platz für die Ritterburg schaffen. Fertig ist da noch lange nichts. Aber vieles hat nun ein zu Hause.



Übrigens. Selbst mit unserer größten Leiter komme ich nicht bis ganz zur Decke irgendwie. Also nicht bis in die hintereste Ecke der Decke. Tja.
Diese eine Chaos-Ecke wird sich noch etwa 1325 mal ändern, aber heute Nachmittag, 15:00 Uhr sah es vorerst so aus.


Zur Belohnung gab es Lahmacun. Mit Liebe (und Herzform).


Danach gab es motzige Kinder, verschlafene Ehemänner und ein Laternebasteln-Elternabend mit Elternbeiratswahl. Yay!

Dieses Jahr war wirklich tricky. So filigran war es all die Jahre zuvor nicht. Die Fluchinvasionen an den einzelnen Tischen hätte man aufnehmen müssen. Jeder Dritte wollte aufgeben, jeder Zweiter schimpfte einfach nur vor sich hin. Mir schmeckte derweil der Glühwein. Nebst Lagebesprechung des Elternbeirates. Unfassbar das schon wieder ein Jahr vorbei ist. Ich freue mich auf das nun kommende.


Nach 22 Uhr war ich dann doch endlich zu Hause und hatte genau eine Laterne gebastelt. Für die Zweite brauche ich Muse, fürchte ich. Oder einen Lasercutter. Hmpf.

Aber schön ist sie geworden, wie ich finde. Mir macht es zumindest Spaß, das Laternen-Nachtlichtlein anzuschauen.


Das waren also meine #12von12 . Diesmal mit ganz wenig von den Wuselzwergen, dafür mit ganz viel für die Wuselzwerge.

Mehr #12von12 findet man wie immer bei Draußen nur Kännchen

***

Bei ava&yves lohnt es sich gerade sehr, vorbeizuschauen. Vom 12.10.2016 bis 18.10.2016 kann man mit dem Gutscheincode "Herbst16" 10% sparen. Ich liebe die Illustrationen von ava&yves! Und das Porzellan! Und die Geschwister/Einschulungsbücher! Stöbern lohnt sich in jedem Fall. Besonders bezaubernd finde ich das Geschenkpapier für Weihnachten. Das Geschenkpapier sowie das Postkartenset wurde von Kindern gestaltet und mit dem Verkauf dieser wird das Nicaragua-Projekt der Laborschule Bielefeld unterstützt. Nährere Informationen dazu findet ihr bei ava&yves direkt. Helfen kann manchmal sehr einfach sein. Und in diesem Fall hat man auch noch etwas besonders Schönes und Einzigartiges davon! Also! Husch husch!

Minensie








2016/10/10

Exklusiv-Zeit für den Miniwusel

Heute war ein wirklich schöner Tag. Lange schon überfällig und genau deswegen um so perfekter, dass er genau heute stattfand. Heute gab es Exklusiv-Zeit für den Miniwusel. Wir als Eltern streben so eine Exklusiv-Zeit für beide Wusel in regelmäßigen Abständen an. Das bedeutet im Detail: Zeit ganz und gar für nur einen der Jungs freischaufeln und ganz bewusst diese mit dem jeweiligen Wusel genießen. Gelingt im Alltagstrott dann jedoch nicht ganz so oft, wie es eigentlich geplant und sicherlich auch wünschenswert wäre. Allerdings gelingt es überhaupt. Und nur daran möchte ich mich festhalten.

Der Miniwusel wächst aktuell schneller denn je. Innerlich selbstredend. Er wird vom kleinen Bruder, der im Rückenwind des Großens mitgezogen wurde, plötzlich selbst der Rückenwind. Obwohl meine zwei Jungs niemals sehr verbunden im Kindergarten miteinander spielten, jeder seine eigene Wege ging und jeder sein eigenes Brot backte, bringt diese Konstante, die es nun im Kindergartenalltag nicht mehr gibt, den kleinen Wusel ziemlich ins Schwanken. Er ist launisch, er ist nölig. Er ist leidlich und er ist schlichtweg traurig. Bei allem, was meine Nerven da so belastet, wenn er im Singsang beklagt, was er alles nicht will, trauere ich mit ihm. Der Miniwusel hängt ein bisschen zwischen den Seilen. Er ist weder einer der Großen (Vorschulkinder) noch einer der Kleinen (Neuzugänge). Er ist irgendwas dazwischen.Und er ist sehr empfindsam in seinem Wesen. Immer schon. Veränderungen findet er nur geringfügig gut. Immer noch. 
Jedoch lernt er tagtäglich dazu. Er wächst unglaublich. Und er kann es kaum begreifen. Mein Herz hüpft. Mal vor Freude in die Luft, mal vor Traurigkeit in die Hose. Aber immer wieder. Mit ihm.

Nach all den Veränderungen der letzten Monate, musste daher schnellstmöglich ein Miniwusel-Mama-Tag her. Nur wann. Mit der Schulzeit schrumpfen meine Zeitfenster enorm. Von der Arbeit ganz zu schweigen. Ständig ist etwas, ständig will jemand etwas. Vor allem ich. Etwas erledigen, etwas aufräumen, etwas einkaufen, etwas kochen. Zwischen Kur, Hochzeit meines Bruders, Einschulung und - da ist er wieder - Alltagstrott blieb da vieles auf der Strecke. 
Bereits letzte Woche murmelte ich bei einer besonders lauten Singsang-Nörgel-Einlage des Miniwusels, dass ein Exklusiv-Tag her muss. Und dann kam das Wochenende. Und Lieblingsmenschen. Und Geburtstag. Es klappte wirklich wunderbar und ich staunte nicht schlecht, wie groß meine Jungs mittlerweile beide sind. Beide. Da kam dann der Stolz und winkte. Ich habe unfassbar tolle Kinder. Ich muss mich immer wieder selbst kneifen, um das auch tatsächlich zu glauben.

Nach dem Wochenende kam der Sonntagabend und mit ihm der Moment an dem der Wunsch nach Exklusiv-Zeit enorm wuchs. Singsang. Nörgelei. Man kann es sich vielleicht vorstellen. Schließlich kam auch da der Beschluss, dass der Montag ein guter Tag für Exklusiv-Zeit wäre. Langer Schultag beim großen Wusel, keine Termine in meinem Kalender. Perfekt. Wäscheberge blieben ja auch ohne mich bestehen, da muss ich mir keine Sorgen machen.

Also standen wir heute morgen wie gewohnt auf, ich machte wie gewohnt beide Wuselzwerge für den Tag, der da kommen mag fertig, der große Wusel verabschiedete sich sehr rasch und der Miniwusel kämpfte mit den Tränen. Als wir fast im Kindergarten waren, fragte ich den Miniwusel, ob er Lust hat mit mir wegzufahren. Und er schaute mich an, mit seinen roten Wangen, die die erste richtige Kälte in diesem Herbst verrieten. Mit seinen Augen, die vom Weinen noch ganz nass und rot waren. Und er begann zu grinsen. Und nickte ganz wild. Also gingen wir gemeinsam in den Kindergarten, sagten Bescheid, dass wir heute blau machen würden, bekamen dafür ein: "Da habt ihr so was von recht!" und liefen zum Auto. 
Der Miniwusel suchte sich zielstrebig den Sitz des großen Bruders, setzte sich hinein und plauderte darauf los. Wir entschieden, erst einmal Frühstücken zu gehen. Mit Zuckereiweißschaum-Gebäck und heißer Schokolade. Kaffee für mich inklusive. Danach fuhren wir weiter. Richtung Möbelschweden. Nach dem ersten Berufsverkehrstau. Wir sind ja schlau.



Im Möbelschweden hatten wir Zeit. Wir schlenderten. Wir schauten. Die ersten Abteilungen interessierten kaum. Es wurde erst ab der Kinderzimmerabteilung interessant. Schließlich ging es heute um den Miniwusel. Also durfte er entscheiden, was es nun neues im Kinderzimmer gab. Da er aufgrund der Tatsache des Zweitgeborenen nicht ganz so viel Anteil am gemeinsamen Zimmer hat - der große Bruder ist mit seinen 1,5 Jahren Vorsprung eben immer etwas voraus - freute er sich darüber um so mehr. Er verhandelte knall hart ein paar neue Kuscheltiere, sagte mir ziemlich genau, was er ziemlich doof fand und was nicht und schließlich waren wir nach gerade mal 3 Stunden eine Menge Geld leichter. Wie das beim Möbelschweden so ist. Allerdings kann ich ganz eisern bei Kerzen und Servietten vorbei gehen. Die 2 € spare ich mir jedes mal.

Der Miniwusel wollte unbedingt ins Smaland. Nicht alleine versteht sich. Auch bei der zweiten Nachfrage änderte sich nicht die Info - nur Kinder - keine Erwachsenen. Blöd. Der Miniwusel war schon wieder den Tränen nahe. Daraufhin gab es eine Trostwaffel und ein bisschen so etwas wie Mittagessen. Beim dritten Anlauf entschied der Miniwusel, er schaffe das jetzt alleine. Tat er auch. Mit nicht mehr ganz so viel Zeitfenster im Nacken sah ich den Miniwusel glücklich ins Smaland marschieren und lächelte ihm stolz nach. Er ist wirklich groß geworden. Das ich etwas albern, mit meinem unnötig gekauftem, aber zeit vertreibenden Milchkaffee, vor dem Smaland saß, sei hier nur am Rande erwähnt. Nach 15 Minuten setzte ich zur Verhandlung an. Heimweg, Alltagstrott, Schulkind. Irgendwas ist ja immer. Glücklicherweise musste ich gar nicht viel Verhandeln. Der Miniwusel kam ganz freiwillig mit. Er verabschiedete sich höflich und freute sich so sehr, dass die Betreuungsdame seinen Namen kannte. Er versprach ihr auch, beim nächsten mal länger zu bleiben. Jetzt kenne er es ja. Hachja. 

Schließlich schafften wir es in den kommenden 60 Minuten nach Hause zu fahren, ein Geburtstagsgeschenk für den besten Kindergartenkumpel zu besorgen, ein paar Tränen im Spielwarenladen zu lassen, da es nur ein Geschenk für den Kumpel, aber kein Geschenk für den Miniwusel gab und letztlich auch, pünktlich und glücklich den großen Bruder abzuholen. 

Das dieser das nicht sonderlich gut fand, muss ich nicht erwähnen. Aber hey. Die Herbstferien stehen vor der Tür. Ganz viel Exklusiv-Zeit für den großen Wusel inklusive. Da bin ich mir sicher. 

Heute war ein wirklich schöner Tag.

Und die Wäsche hat tatsächlich gewartet. Wie vermutet.

Minensie

2016/09/27

Herbstliebe

Hallo Herbst!

Setz' dich doch, ich habe dir Tee gemacht.

In diesem Jahr bist du besonders zart. Du kündigst dich jeden Tag ein bisschen mehr an. Am Morgen mit nebelkaltem Atem. Am Nachmittag mit herrlichster Sonne, die meine Haut kitzelt. Und zu Abend mit diesem unvergleichlichem Duft. Nach frischem Laub und dampfendem Tee. Und Geschichten auf dem Sofa. In Wolldecken eingehüllt.
Ich danke dir für deine Zartheit in diesem Jahr. Nach all den Wochen und Monaten, vollgestopft mit schweren Gedanken, ist es ein Geschenk, dich so spüren zu dürfen.
Mit diesen kleinen Händen, die nach deinen Schätzen greifen. Und diesen bereits so großen, die so vieles damit gestalten wollen. Mit diesen kleinen Mündern und ihrem unerlaubten Schokoatem, die so viele Fragen stellen, laut lachen, leise tuscheln und so wunderbar freche, freie und wilde Ideen in diese goldgelbe, rotbraune und raschelnde Welt hinausrufen. Mit diesen Augen, diesem Leuchten darin. Mit dieser ach so ekelhaft kitschigen Liebe in und für dieses Leben.
Lieber Herbst, du bist goldrichtig. Mit all deinen Farben und Düften. Deiner achtsamen Art, dich von diesem Sommer zu lösen.
Diese Tage sind so ... so zum bersten voll ... Mit Schicksalsschlägen, Ereignissen, Gedanken und Liebe. Schon wieder. Diese ekelhaft kitschige Liebe. Jedoch lässt sich alles andere kaum ertragen, wäre da nicht diese Kitschliebe. Ehrlich. Allein der Gedanke lässt mich flüchten.

In 7 Tagen habe ich von tiefer Trauer bishin zur unsagbaren Freude alles gespürt. Das Leben ist so vergänglich. Und so wundervoll. Ich bin dankbar, einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben beistehen zu dürfen. In guten wie in schlechten Zeiten. Oder so. Große Seelenschwesternliebe. Immer schon. Immer noch.

Und neben all dem Geplänkel. Große Herbstliebe. Immer schon. Immer noch.

Herzlich willkommen Herbst.
Wir haben noch viel vor, wir zwei.
Mit Gummistiefeln und kleinen Händen in meinen, links und rechts von mir.



Minensie

2016/09/20

So 'ne Schulwoche

We proudly present - Schul-Kindergarten-Zu-Bett-Geh-Chaos verdrängt von Kinderbastelei aka Lernuhr


Seit einer Woche begleiten der Herr von und zu und ich nunmehr einen Schulbub. Ich komme nicht umhin festzustellen - so ganz ist das noch nicht bei mir angekommen. Ich richte jeden Morgen Brotzeitboxen, denke sogar daran, nun auch wieder Trinken einzupacken. Ich räume Hefte ein und wieder aus, lasse mir Gelerntes zeigen, übe mich in Geduld und lächle meistens still vor mich hin. Ein Schulbub. Ganz ernsthaft.
Einer, dem der Schulranzen noch zu schwer ist, der Ausmalen als Hausaufgabe als äußerst seltsam empfindet, der plötzlich Kleinigkeiten nicht mehr können mag, der gerne sofort und gleich "richtig" lernen will, was auch immer das übersetzt heißen soll und der mich, dass will ich nicht verschweigen, durchaus in den Wahnsinn treibt, mit all dem drum herum.
Ein Schulbub. Jetzt echt.

Für mich bedeutet das ziemlich viel Umstellung. Plötzlich habe ich ein Kind zum Mittagessen zu Hause. Sprich, ich habe plötzlich Mittag. Zu Hause. Ein Umstand, dem ich nach drei Wochen Fremdbekochung, zwei Wochen Ferien-irgendwas-Modus und meiner grundsätzlichen Zerstreutheit, immer noch nicht so ganz im Fokus habe. Dann wäre da noch die Tatsache, dass sich meine "kinderfreie" Zeit drastisch verkürzt. Ich habe ja jetzt ein Kind zum Mittagessen zu Hause. Somit müssen alle dringlichen Dinge bereits bis 11 Uhr erledigt sein. Das heißt im Klartext: Keine großartigen Frühstücksgelage mehr, wenn ich nicht völlig aus der Zeit kommen möchte. Außerdem bedeutet es frühes Aufstehen. Für mich die größte und somit auch schlimmste Umstellung. Ich war in den letzten 5 Jahren darauf bedacht meinen Kindern zu vermitteln, dass vor 7 Uhr keine gute Aufstehzeit ist. Ihnen das jetzt zu erklären, dass vor 7 Uhr das neue Pünktlich ist, kratzt ziemlich an meiner Glaubwürdigkeit, wie ich vermute. Hachja.
Nicht zu letzt bedeutet es: Geduld auf Vorrat buchen. So leicht mich manche Dinge ungeheuer schnell auf die Palme bringen, so leicht fällt es mir, den Gang heraus zu nehmen, mich zurück zu lehnen und durchzuatmen, wenn mein müder, aufgedrehter und evtl. auch überreizter Schulbub einen Wutheulanfall nach dem anderen bekommt. Weil er auf gar keinen Fall noch einmal den Luftballon umranden kann. Oder weil da partu kein Kreis mehr in die Zeile passt. Oder weil halt. Irgendetwas findet sich immer um lautstark dagegen zu sein. Dennoch scheint mein Geduldsvorrat damit aufgebraucht, denn es macht mich leider viel zu schnell wahnsinnig, wenn plötzlich Dinge nicht mehr gemacht werden können, die zuvor einwandfrei klappten. Wie z. B. Schuhe anziehen. Oder Teller in die Küche tragen. Daran arbeite ich also noch, auch genau in diesen Situationen den Gang heraus zu nehmen und mich lächelnd zurück zu lehnen. Aber auch das werde ich lernen. Ganz bestimmt.

Doch weit größer ist die Umstellung für den Miniwusel. Das muss ich nun auch sehr deutlich festhalten. Ohne den großen Bruder in den Kindergarten zu gehen, dass ist schon anders. Das führt nahezu täglich zu Wuttränen bei der morgendlichen Übergabe, Bauchzwicken ob des Gefühls des alleine-zurück-lassens und grundsätzlicher Überreiztheit am Abend. Durchatmen hilft da wunderbar. Wenn man dran denkt. Ich für meinen Teil vergesse das manchmal. Öfter. Puh.

Nach einer Woche Schule kann ich sagen: Wie ist das spannend mit so einem Schulbub am Frühstückstisch. Wie ist es herrlich mit einem Kindergartenkind an der Hand. Das Loslassen fällt mir leichter, solange eine kleine Hand die meine noch halten will.

Liebe Schulzeit, wir kriegen dich auch noch organisiert!

Minensie

2016/09/16

Alltagsgruß

Hallo Alltag!

Du hast mich gerade ziemlich fest im Griff. Noch bevor ich den Wecker höre, bohrst du dich in meine Gedanken. Was es alles zu erledigen gibt, das ich dann doch nicht schaffe. Was es zu beachten gibt, das ich dann doch übersehe. Du bringst mich um meinen Morgenkaffee, lässt Stunden wie Minuten vorbeiziehen und scheinst von einer Pause gar nichts zu halten. Ich renne vom Einkaufen, zu dem bisschen Haushalt, von einem Amt zum nächsten Termin. Ich telefoniere hinter Menschen hinterher, bereite vor, koche, backe und packe letztlich gefühlt nichts. Keine Zeit für Mittagskaffee. Keine Zeit für Atempausen.

So war das nicht geplant! Die Zwangspause kam nicht von ungefähr und eigentlich sollte ich genug Handwerkszeug im Gepäck haben, um mich nicht so von dir takten zu lassen. Lieber Alltag. Aber da bist du nun. So, wie ich dich nicht haben will. Dafür so, wie ich dich handhaben muss. Du bist da und ich bin, neben all der Ruhelosigkeit, die du mir bescherst, dankbar. Für jede einzelne Hetzminute von dir. Du musst viel aufholen, dass ist mir bewusst. Wer einfach so für drei Wochen von dir eine Auszeit nimmt, der vor dir flieht, der braucht sich nicht wundern, dass du nun umso mehr klammerst. Aus Angst, man könnte wieder, so mir nichts dir nichts, einfach gehen.

Ich kann dich beruhigen. Lieber Alltag. Ich bleibe jetzt. Ich erzähle dir gern, was mir den Atem nimmt. Ich lese dir vor, aus den Büchern, die meine Seele streicheln. Ich umarme dich. Innig. Und tanze mit dir. Denn ich brauche dich sehr. Und ich liebe dich. Du bist alles was ich habe und das ist verdammt viel. Lieber Alltag. Du darfst dich ruhig zu mir setzen. Bei Kaffee und Apfelkuchen. Ich renne dir nicht davon. Ich höre dir zu und halte dich. Immerzu. Versprochen.

Lieber Alltag.

Liebe meines Lebens.

Immer da.

Deine
Minensie

2016/09/14

Level up - Schulkind 2016

Mein liebes (Schul)Kind!

Nun war er also da, dein großer Tag! Wie lange hast du ihn schon herbei gesehnt? Wie oft hast du in den vergangenen Wochen, ach nein, Monaten gehört - jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Und was soll ich sagen - du magst diesen "Ernst". Du würdest ihn lieber "Friedrich" nennen, denn das klingt freundlicher. Dennoch, ob Ernst oder Friedrich, er scheint ein ziemlich toller Freund zu sein. Als du gestern endlich, e n d l i c h, die befüllte Schultüte überreicht bekamst, bist du glatt noch einmal ein paar Zentimenter gewachsen, unter dem Gewicht des Schulranzen allerdings zeitgleich wieder etwas geschrumpft. Mit einem breiten Grinsen von einem Ohrläppchen bis zum nächsten.

Wenige Tage vor "Ernst" (oder "Friedrich) wolltest du ganz gewissenhaft noch einmal die Liste der Schulmaterialien durchgehen. Beziehungsweise - du wolltest, dass ich sie durchgehe, da du gerade damit beschäftigt warst, Piraten an Board zu lassen. Im Deligieren bist du heute schon gut. Ein bisschen bist du verzweifelt, als ich die Hälfte der Materialien wieder aus dem Schulranzen nahm, da du zunächst nicht verstehen wolltest, dass du nicht alles sofort am ersten Tag brauchst.
Das wir bis heute, auch zwei Tage nach Schulbeginn, noch keine Turnschuhe mit heller Sohle haben, stört dich nicht. Bist du bei allem, was Papier angeht, so akribisch genau, so ist es dir mit allem anderen eher gleich, ob es das Soll erfüllt. Schuhe sind Schuhe. Und zur Not geht es auch ohne. Ich liebe deinen Sinn für Praktisches!
Der Abend vor "Ernst" (oder "Friedrich") war für uns alle eher unruhig. Es lag so ein Knistern in der Luft. Erinnerst du dich? Du konntest so schlecht schlafen. Und ich erst! Wehmut und Stolz liegen so dicht beieinander!

Am morgen von "Ernst" überraschten wir dich mit einem neuen Frühstücksgeschirr und einem ganz eigenen Buch für diesen großen Tag. Dein kleiner Bruder platzte fast vor Stolz, allerdings auch vor Traurigkeit, dass du nun tatsächlich kein Kindergartenkind mehr sein wirst. Er trödelte und nörgelte, als wir ihn gemeinsam in den Kindergarten brachten. Er weinte auch und schimpfte mit mir, warum er jetzt in den Kindergarten müsse. Du hingegen warst schon auf Wolke Sieben. Und hattest große Sorge, dass wir nicht rechtzeitig da sein würden. Für die Traurigkeiten deines kleinen Bruders hattest du nur wenig Verständnis, schließlich bekam er auch eine Schultüte! Zwar nur eine kleine, aber immerhin!


Wunderschönes Geschirrset sowie Einschlungs- und Geschwisterbuch auf ava&yves gefunden ♥

Pünktlich und mit noch sehr viel Zeit zur Verfügung gingen wir in den Pausenhof der Schule, trafen dort deine zukünftigen Klassenkameraden und machten allerhand Fotos. Du  hattest für genau zwei Fotos die Geduld, ruhig zu stehen. Danach musstest du all deinen Aufregung und Energie beim Rennen, Springen, Klettern und Lachen loswerden. Saubere Kleidung wird überbewertet.


Glockenschlag 9 Uhr begann in der Turnhalle die Einschulungszeremonie mit kleiner Ansprache, Sicherheitshinweisen und einem musikalisch untermalten Vortrag der Zweitklässler für die nun neuen Erstklässler. Mit gelben Sicherheitsmützen und unglaublich großen und leuchtetenden Kinderaugen wurde dann ein Gruppenbild aller Erstklässler gemacht bevor es danach in die Klassenzimmer ging. Wie selbstverständlich bist du aufgestanden, als dein Name aufgerufen wurde, hast dich eingereiht und bist, stolz und mächtig groß, mit den anderen Kindern in dein Klassenzimmer gegangen.



Was ihr da gemacht habt, dass weiß ich nicht. Es heißt so oft, mit der Schule beginnt die Zeit, in der man nichts mehr erzählt bekommt als Eltern. Vorbei ist die Zeit mit den Tür- und Angelgesprächen mit Erziehern. Und du selbst hattest deinen Kopf so voll mit all diesen neuen Eindrücken, dass ich getrost noch zwei Wochen warten kann, bis du mir dazu etwas erzählen möchtest. Ich weiß nur, dass du sehr stolz auf deinen Sitzplatz bist. Der erste Platz direkt neben der Tür. Du hast mir ganz aufgeregt gesagt, dass das der beste Platz im Zimmer ist. Da du nun als erster zur Pause kannst. Niemand sonst sitzt so nah an der Tür. Und mein Herz nahm Anlauf für ein oder zwei Purzelbäume. Deine Freude war und ist so ansteckend.

Der darauffolgende Gottestdienst verlief ebenfalls ganz nach deinem Geschmack. Kurz und knackig, mit Gesang und Mitmach-Aktion. So und nur so magst du das.

Als wir im Anschluss im Kindergarten deine Schultüte und den Schulranzen zeigten, nahm dein Herz Anlauf für ein oder zwei Purzelbäume. Du warst so stolz, zeigtest jeden dein Federmäppchen, deine erste Hausaufgabe und die ganzen Fächer deines Schulranzen. Und du teiltest deine Nascherei mit all deinen ehemaligen Kindergartenfreunden. Nun war es amtlich. Mit der geteilten Nascherei besiegelt ein jedes Schulkind den entgültigen Abschied vom Kindergarten. Ein Gefühlschaos. Hauptsächlich bei mir.

Für Mittagessen hattest du wenig Sinn, dafür warst du viel zu aufgeregt. Kaum zu Hause wurde die Schultüte auf Herz und Nieren geprüft. Hier ein "Aaah! Mama! Schau mal!"  und da ein "Papaaa! Hast du das gesehen?!" machten deutlich, wie sehr dir der Inhalt der Schultüte gefiel. Eine rote und gelbe Karte für das nächste Fussballspiel. Ein T-Shirt, Stifte, Malbuch, Leuchtarmband, eine Armbanduhr und allerhand Nascherei. Größtes Glück auf dieser Erde, dass sich da in unserem Wohnzimmer absspielte.
Und auch als wir deinen kleinen Bruder abholten, er seine Geschwisterschultüte bekam und diese im Wohnzimmmer ausbreitete, freutest du dich mit ihm, wie über deine eigene. Zusammen macht das sich freuen einfach mehr Spaß.

Den gesamten Nachmittag verbrachtest du wie auf Watte. Du warst laut, überdreht und aufgeregt. Und glücklich. So glücklich! Auch als wir die erste Hausaufgabe erledigt hatten, konnte man deine Zufriedenheit mit diesem Tag und diesem neuen Lebensabschnitt, mit diesem "Ernst", durch und durch spüren.

Schulkind 2016 - ich wünsche dir von Herzen viel Spaß beim Lernen, beim Freundschaften schließen und beim weiter wachsen!

Mit ganz viel Stolz und etwas Wehmut.

Deine Mama

2016/09/02

Wenn das Leben...

... dir eine Chance bietet, nutze sie! Immer!

*** 


Hallo liebe virtuelle Welt!

Ich schicke dir ein kurzes Lebenszeichen aus dem echtem Leben. Quasi eine Postkarte. Das Wetter ist traumhaft, das Essen göttlich und wir sind so geerdet wie selten.

Wir hatten sehr spontan ein Angebot für einen Kurplatz im Schwarzwald erhalten. Und wenn ich spontan schreibe, meine ich das. Von der Zusage bis zur Abreise lagen nicht ganz 24 Stunden. Spontan können wir eben.

Die letzten drei Wochen sind prall voll mit wundervollen Erinnerungen, Erkentnissen, unglaublich lieben Bekanntschaften und ganz viel Treibstoff, den ich auftanken konnte. Leider war die Internetverbindung mit dem Handy eher... hm...sagen wir meditativ. Daher hatte ich in keinster Weise Sinn, in dieser Langsamkeit den Versuch eines Eintrages zu wagen. Erstens hätte ich dazu mindestens zwei Stunden mit ausgestreckten Arm auf meiner eigenen Sonnenterasse stehen müssen und zweitens wäre just in den Moment, in dem ich es abschicken hätte wollen zu 99 % die Internetverbindung weggewesen, der Text nicht gesichert, mein Arm streif vom Strecken und meine Erholung dahin. Das wollte ich nicht riskieren. Via Instagram habe ich ja doch quasi täglich eine Minipostkarte geschickt.
Wie dem auch sei. Wir sind nun wieder in heimischen Gefilden. Es ist unverändert noch nicht alles ausgepackt, was vorallem daran liegt, dass die Koffer, die diesmal per Post heimreisen durften, noch nicht da sind. Dafür wird hier nun in Dauerschleife gespielt. Gerade in diesem Moment Carrera-Bahn. Denn ich habe jetzt tatsächlich ein Schulkind hier auf dem Teppich liegen, dass nicht mehr in den Kindergarten darf und auch gar nicht mehr will. Unfassbar. Noch 11 Tage haben wir Zeit uns darauf vorzubereiten. Neben Geburtstagskuchen, Hochzeitstorte und kleiner Verabschiedungsfeier im Kindergarten, die aufgrund der spontanen Abreise bisher ausfiel.
Ich werde jetzt ein bisschen den Alltag suchen gehen, zwischen aufräumen, spielen und basteln. Und die knapp 800 Bilder sichten, die ich in den 3 Wochen von diesem schönen Fleckchen Erde gemacht habe.

Bis bald!

Minensie

2016/08/02

Vom Groß werden - unser Wochenende in Bildern

Unser letztes Wochenende war ein ganz besonderes. Vorallem war es besonders schön. Wir wohnten erstmals der Jahresabschlusstradition des Kindergartens bei. Der Zeltübernachtung im Kindergartenhof/-garten. Anders als die anderen Veranstaltungen im Kindergarten wird diese vom Elternbeirat organisiert und betreut. Das heißt - Eltern und Kinder haben einen Tag (und eine Nacht) lang den Kindergarten ganz für sich. Ohne Erzieher. Die dürfen sich ausruhen. Es ist das letzte große Event für den Elternbeirat, für die Kindergartenkinder und somit auch für das Kindergartenjahr. Ganz viele erste Male kommen da beim letzten Mal zusammen.

2016/08/01

Nachtgedanken #3

Liebe Frida,

es wird wieder Zeit für einen Brief. So vieles, dass mir durch den Kopf geht. So vieles, dass ich nicht zu Papier bringen kann. Frida, nimm' dir bitte einen Moment Zeit. Ich muss zunächst tiefst seufzen. Und klagen. Diese Welt macht mich so mürbe. Oder nein. Nicht diese Welt. Sondern jene, die darauf leben. Es kostet mich so unendlich Kraft, Tag für Tag Nachrichten zu hören, zu lesen oder gar zu sehen. Es schmerzt mich, von Menschen zu erfahren, die aus fehlgeleiteter Überzeugung, aus Wahn und Irrsinn anderen Menschen Leid zufügen. So grausames Leid. Es schmerzt so sehr, dass sich meine Haut an manchen Tagen ganz taub anfühlt. An diesen Tagen jedoch ist mir jedes Wort zu viel. Jedes. Egal ob ich es spreche oder ob es zu mir gesprochen wird.

2016/07/19

Unser Wochenende in Bildern - Bamberg verzaubert

Wir haben gerade ein paar wirklich wunderschöne Tage verbracht. Zu Hause, mit Lieblingsmenschen, gutem Essen, viel Kinderlachen und Glitzer. Kein Konfetti diesmal, sondern Glitzer. Denn auch dieses Jahr lud Bamberg am Dritten Wochende des Julis Artisten und Straßenkünstler aller Welt ein, um die Menschen dieser Stadt für drei Tage zu verzaubern. Zum 18. Mal in Folge.

Leipzig mit Kindern - unsere Highlights Teil II

Und so rast sie dahin, die Zeit. Eigentlich wollte ich diesen Post schon vor 2 Wochen veröffentlicht haben. Schon da war er reichlich spät angesetzt. Wir waren Mitte Juni für ein paar Tage im wunderschönen Leipzig und ich wollte ganz dringend diese Tage schriftlich festhalten. Den ersten Teil hatte ich ja bereits geschafft - jetzt folgt endlich (!!) der Zweite. Auch hier werde ich am Schluss des Beitrages die Adressen unserer Highlights notieren. Bis zum Schluss lesen könnte sich also durchaus lohnen :D

2016/07/13

#12von12 im Juli: Ich bau' mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Als mich meine Freundin heute Nachmittag fragte, ob ich heute bei #12von12 mitmachen würde, verneinte ich noch lachend. Nun ist es 23:36 Uhr und was soll ich sagen - ich muss euch da was zeigen. Aus ganz eigennützigen Gründen gibt es heute die etwas anderen #12vo12 von mir - ich habe mir eine Kommode gekauft - eine Malibu - und sie auch tatsächlich alleine zusammengebaut. Das ist erwähnenswert aus zweierlei Gründen:

1. Ich habe einen Herrn von und zu, der einst als Schreiner lernte
2. Ich bin ungeduldig und auch ein bisschen nachsichtig. Der Herr von und zu hat derzeit wirklich viel um die Ohren - da kriege ich so eine Kommode ja wohl gerade noch selbst hin.

2016/07/08

Kindergartenübernachtung: Der Tag danach

Nun hätten wir also auch diesen Meilenstein geschafft. Heute morgen, als ich den Miniwusel in den Kindergarten brachte, bekam ich mit Mühe und Not ein kurzes "Hallo Mama!" bevor der große Wusel, sichtlich noch müde, sich weiter im Sandkasten des Kindergartens vergrub. Viel war aus ihm nicht herauszubekommen. Er schien jedoch glücklich und zufrieden. Mein Angebot, ihn mit nach Hause zu nehmen, lehnte er mit einem Nörgeln ab.

Die Kindergartenübernachtung verlief, wie zu erwarten, reibungslos. Es wurde Eis gegessen, Fußball geschaut und tatsächlich auch geschlafen. Trotz Niederlage. Um 6 Uhr morgens war es jedoch mit dem Schlaf vorbei. Eine Tatsache, die mich schmunzeln lässt, denn der große Wusel schläft für gewöhnlich ein bis zwei Stündchen länger. Daher auch die etwas letharge Begrüßung. Hatte ich jedoch auch nicht anders erwartet.



Dennoch beendete ich den heutigen Kindergartentag relativ früh, holte die Wuselzwerge nach der Mittagspause ab und versuchte zu ermitteln, wie nun die Stimmungslage war. Eine liebe Freunden von weit weg war zu Besuch und wir wollten uns gerne zum Spielen treffen. Der Miniwusel war sofort Feuer und Flamme. "Dahin wo es Wasser gibt!" Klare Ansage. Der große Wusel hingegen hatte, ebenfalls wie erwartet, schlechte Laune. Er wolle nicht weg. Er wolle zuerst einen Kuchen backen. Ein Fußballfeld mit Tor. Aber nur einem. Das der Gegner. Auch eine Taktik, wie ich finde. Ich war mäßig begeistert, da ich erstens keine Lust hatte, bei diesem Wetter in der Wohnung zu bleiben und zweitens ich mir wahrlich anderers Vorstellen konnte, als aus dem Nichts heraus ein Fußballfeld zu basteln. Aus Kuchen. Nein.

Mit etwas Überredungskunst gelang es mir, dass der große Wusel mit einem Bob der Baumeister ebenfalls zu frieden wäre, panschte mit ihm den Teig, schob die Backform in den Ofen, richtete alles für den Wasserspielplatz und tatsächlich - wir schafften es zu angemessener Zeit auf dem Spielplatz zu erscheinen. Mit gut gelaunten Kindern und Bob der Baumeister Kuchen inklusive. Ich bin so heldenhaft.

Und während die vier Kinder da so für sich und ohne uns spielten, stellten wir zwei Mütter fest - so groß! So schnell! Unfassbar! Gerade noch... ach man kennt es ja.

Der große Wusel war müde. Wirklich. Aber er war nicht ruhig zu kriegen. Er spielte über eine Stunde mit etwa gleichaltrigen, ihm fremden, Kindern am Wasser, später dann lieferte er sich mit Älteren ein Fußballduell. Ihn so aufgeschlossen, so völlig ohne Berührungsängste zu sehen, dass ist schon ein ganz besonderer Stolz, der sich da in mir auftut.

Ich kann es mir auch einbilden, aber ich finde, er ist gewachsen. Über Nacht. Ein ganzes Stück Selbstbewusster, Selbstständiger und Größer. Innerlich.

Hach. Ich lieb den so, diesen Vorschulbub!

Minensie

2016/07/07

Schule in Sicht zum Zweiten

Heute ist es soweit. Die groß angekündigte Übernachtung der Vorschulkinder im Kindergarten steht an. Inklusive Deutschland-Fußballspiel auf Leinwand.
Geplant ist: Die Kinder bringen am Nachmittag ihre Schlafsachen, Kuscheltiere und Waschsachen mit, richten sich am Abend in der Turnhalle des Kindergartens gemütlich ein und gehen danach noch ein Eis essen, bevor es dann zurück zur Fußball-Leinwand geht. Die erste Halbzeit ist fest eingeplant. Da der große Wusel am Samstag bis 0:30 Uhr durchhielt, Nachbesprechung ist mindestens genauso wichtig wie das Spiel selbst, sind die Erzieher gespannt, wie lange es tatsächlich gehen wird. Morgen Vormittag dürfen dann die Vorschulkinder gerne abgeholt werden. Ich bin aufgeregt. Und sentimental.



Mit jedem Schritt und mit jedem Tag wird es mir bewusster. Ich habe in ein paar Wochen ein Schulkind vor mir. Gerade noch im Bauch und nun schon in der Schule? Ich kann es kaum fassen. Ich habe so viel über diesen zweiten großen Sprung gelesen und dachte bis vor kurzem noch wir sind weit davon entfernt. Und nun ist es doch schon gefühlt übermorgen soweit.



Grundsätzlich dreht sich gerade sehr viel um die bevorstehende Einschulung. Im Kindergarten ist nahezu täglich irgend etwas mit Schule auf dem Tagesplan. Schulhausrallye, bei der die Vorschulkinder das Schulhaus spielerisch erkunden können um sich dann in ein paar Wochen gut zurecht zu finden. Gemeinsames Turnen mit den Erstklässlern, gemeinsame Ausflüge mit den Erstklässlern, Besuch der Erstklässler im Kindergarten, Schulwegtraining und noch vieles weiteres. Heute dann also das wohl größte Ereignis. Die Übernachtung im Kindergarten. Als ich vor 3 Jahren das erste mal davon hörte, dachte ich mir... herrje, was interessiert mich das jetzt? Mein Kind kommt gerade in den Kindergarten. Vorschule ist noch eine Trillionen Lichtjahre entfernt! Und nun. Einmal gehustet und zack - Schule steht vor der Tür.



Den ersten Elternabend absolvierte ich Dienstags schon. Ich habe nach wie vor mit mir zu hadern, ob es, langfristig gesehen, die richtige Entscheidung ist. Ich hatte mich in dem einen oder anderenPost dazu geäußert.


Kurzfristig ist Fakt - ich kann dieses Vorschulkind nicht mehr aufhalten. Will es auch nicht. Er will es zu sehr. Das es an diesem ersten Elternabend so viel zu Lachen gab, entspannte mich ungemein. Und wie mir sehr viele mitteilten, hätten wir den Sechser im Lotto mit diesem Schuljahr. Kleine Klasse und die beste Lehrkraft. Man hört ja so manche Schauermärchen. Der große Wusel belagert mich nun jedenfalls nahezu täglich mit der Frage nach der Schultüte. Er will sie selber basteln. Mit mir. Damit ich nichts falsch mache. Und bevor ich ohne ihn bastle, lieber eine kaufen die er aussucht. Er will auf keinen Fall die Katze im Sack. Das wird also noch ein spannendes Thema werden, wie ich fürchte. Ich hätte ja gerne eine Sechskantschultüte, nicht aus Wellpappe, sondern festen Karton mit Holzspitze. So eine hatte ich. Mit Märchenfolie. Und sie war traumhaft! Der große Wusel will Polizei. Und ich suche und suche nach dem Passendem. Wenn jemand Ideen und Vorschläge hat - immer her damit!



Ich muss jetzt noch einmal tief Luft holen. Und leckersten und supersaftigen Schokokuchen essen, den der Miniwusel gestern für seine (Kuschel)Katze zum Geburtstag gebacken hatte (zu 80% selbstständig, auch er wird groß! Ich wein' gleich!)


Nur noch ein paar Stunden und das obere Bett im Kinderzimmer bleibt erstmals über Nacht leer, während die Mehrzahl dieser Familie daheim ist.

Da der Herr von und zu Zwergenpapa auf Arbeit sein wird, werden der Miniwusel und ich uns die Zeit mit noch mehr Kuchen, Eis, Fußball und Kuscheln vertreiben. Schnüff! Und das nicht nur wegen der Erkältung, die ich gerade mit Gedankenkraft vertreibe!



Minensie








2016/07/06

Leipzig mit Kindern - unsere Highlights Teil I

Der Urlaub ist nun schon seit knapp 2 Wochen vorbei und der Alltag hatte uns sofort wieder fest im Griff. Daher komme ich erst jetzt dazu, die Urlaubstage Revue passieren zu lassen. Wir hatten in diesem Jahr tatsächlich keinen "echten" Urlaub geplant. Einzig geplant waren einzig paar Tage im wunderschönen Leipzig. Und die hatten wir! Ich schwelge nun ein bisschen in Erinnerungen und nehme euch die vier Tage, die wir dort verbrachten, mit. Wer zu dem einen oder anderen unserer Highlights Näheres erfahren möchte, sollte bis zum Schluss lesen. Dort verlinke ich am Ende des Beitrages alles Wissenswertes.

***

Es ist kein Geheimnis - wir sind Städte-verliebt. Neben Hamburg, dass wir schon seit unglaublich vielen Jahren nicht mehr besucht haben, lieben wir vor allem Leipzig. Eine wunderschöne Stadt mit wunderschönen Häusern, Gassen und Plätzen. Bis vor wenigen Jahren war Leipzig unser Ziel zu Pfingsten. Dort campten, grillten, lachten, feierten, tanzten und lebten wir. Meist 5 wundervolle Tage lang. Den Zauber hat Leipzig auch ohne campen, feiern und tanzen nicht verloren. Wir lieben Leipzig auch mit Kindern. Sehr sogar. So sehr, dass die weltbeste Schwiegermutter schon immer gerne einmal mitkommen wollte. Sich selbst ein Bild machen wollte, von all dem, was wir erzählten. Was wir so liebten. Und in diesem Jahr sollte es dann auch endlich einmal klappen.

 
Wer braucht schon ein Tablet, wenn er ein Navi haben kann - des großen Wusels größte Faszination.

Aufgrund unserer Reisebegleitung, entschieden wir uns diesmal gegen das Hostel am Bahnhof. Wir dachten, etwas mehr Komfort wäre wahrscheinlich von Vorteil. Daher suchte ich eine Pension und buchte uns für 3 Nächte in Zentrumsnähe ein. Mit Frühstück für knapp 40 € nichts, worüber man sich beschweren könnte.

Vor der Abfahrt herrschte hier noch reger Betrieb. Ich hatte selbstverständlich noch zich Dinge, die ich erledigen wollte, der Herr von und zu ebenfalls und überhaupt waren wir einfach nicht vorbereitet. Ich weiß nicht genau, was in diesem Jahr los ist, aber es will einfach keine Struktur bekommen. Das macht mich, gelinde gesagt, wahnsinnig. Aber ich kann es einfach nicht ändern. Das kostet nerven. Ganz unnötige. Allerdings klappt es dann unterm Strich doch. Irgendwie.

Wir fuhren also an einem Donnerstag gegen Mittag los und kamen sehr pünktlich am späten Nachmittag in der Leipziger Innenstadt bei der Pension "Schlaf gut" an.



Nach kurzem Check-in, brachten wir die Koffer auf unsere Zimmer und waren zunächst etwas verhalten. Kein Bad in den Zimmern. Da hatte ich mich wohl verlesen. Ärgerlich. Allerdings kein Weltuntergang. Wir hatten in den insgesamt 4 Tagen keinerlei Probleme mit den beiden Klos auf dem Gang. Trotz relativ voller Zimmerbelegung hatte ich nie ein belegtes Bad vor mir. Die anfängliche Sorge löste sich somit jeden Tag etwas mehr in Luft auf. Die Zimmer waren relativ klein und schlicht eingerichtet. Dafür sauber und absolut für ihren Zweck, dem Schlafen, ausreichend. Einziges Manko - wir hatten einen sehr dünnen Vorhang vor den Fenstern, was dazu führte, dass der Nachtspot an der Außenwand die gesamte Nacht nahezu ungehindert ins Zimmer leuchtete. Die weltbeste Schwiegermutter hatte hingegen einen sehr schweren und dunklen Vorhang im Zimmer. Dort war es, zugezogen, auch nach 6 Uhr morgens noch dunkel. Allerdings fand der Herr von und zu da schnelle Abhilfe. Auch wenn ich mich heute noch frage, wofür man 6 verschiedene Jacken für 4 Tage Leipzig braucht - am Ende waren sie Goldwert! Jackenvorhang Ole!



Unser Auto parkten wir im Nachbarparkhaus und von dort ging es dann auch direkt in die Stadt. Lage checken, Abendessen beschaffen. Und wir staunten nicht schlecht. Zentrumsnah war hierbei nicht gelogen. Bereits nach einer Straßenabbiegung waren wir direkt in der ersten Einkaufsstraße. Die Wuselzwerge waren euphorisch und aufgedreht, der Miniwusel zwischen rein auch ziemlich nörgelig. Überall wollte er etwas haben, jaulte und weinte Krokodilstränen, wenn er es nicht bekam und konnte sich selbst gar nicht so recht leiden. Beim Café Handbrotzeit stieß er damit auf Gehör und die Bedienung brachte, ohne Bestellung, eine Saftschorle für den leidigen Bub. Weil durstige Kinder etwas zu trinken brauchen. Sofort. Das wisse sie, sie habe da selbst so ein Exemplar. Und als der große Wusel dazu kam, wurde auch wie selbstverständlich für ihn eingeschenkt. Einfach so. Das unglaubliche daran - es half tatsächlich. Der Miniwusel war sofort weniger leidig und nörgelte nur noch auf halber Lautstärke. Unbezahlbar! Danke! So konnten die Wusel weiter Dinge entdecken, ohne das man davon Ohrenschmerzen bekam.

"Ist das Wasser echt?"
 
 


Für unser erstes Abendessen, peilten wir fast automatisch das Rizzi an. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir nicht das erste Essen im Rizzi hatten, wenn wir in Leipzig waren. Auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht. Ziemlich satt machten wir uns in Richtung der Höfe am Brühl, einem riesigen Einkaufskomplex gegenüber des Hauptbahnhofes, besorgten uns Trinken für die Nacht und kamen gerade rechtzeitig in die Pension zurück, um das Fußballspiel anzuschauen. Übermüdet und aufgeregt, schauten die Wuselzwerge das (relativ unspektakuläre) Spiel Deutschland gegen Polen an.

Betthupferl



Der nächste Tag begrüßte uns mit Regen. Ganz viel davon. Dennoch. Im Urlaub macht das alles mehr Spaß.


Wir bummelten noch einmal durch die Einkaufsstraße und machten uns dann mit der Straßenbahn auf den Weg in ein Kindercafé.

Kunst&Kuchen versprach Spielspaß für die Minis und für uns eine Möglichkeit, den Regen zu überbrücken. Wir brauchten ein paar Anläufe, aber schließlich fanden wir es doch. Die Suche hatte sich gelohnt. Genau mein Geschmack, den die Inhaberin Eva-Maria Prell da trifft. Ich liebe es schnuckelig, heimelich und schön. Im Gespräch erfuhren wir, Eva-Maria habe selbst einmal in Nürnberg gewohnt. So klein ist die Welt. Wir plauderten über Franken-Macken und über das schöne Leipzig, tranken leckeren Kaffee und aßen leckersten Kuchen. Während die Wuselzwerge im Spielzimmer sehr friedlich miteinander spielten, verliebte ich  mich immer mehr in die vielen kleinen Details. Das Bastelangebot des Cafès verpassten wir, aber dafür spielten wir allerhand anderes.





Neben der Kaffeepause kann man in diesem wunderschönen Café auch stöbern. Werktags wird dort verkauft, was andere in Eigenproduktion erschaffen. Ich liebe es!



Nachdem sich die Sonne wieder zeigte, kauften wir noch die letzten Cookies zur Wegzehrung und machten uns wieder auf den Weg Richtung Innenstadt. Dabei blieben wir am Naturkundemuseum hängen und schauten uns dort eine sehr kleine aber für uns völlig ausreichende Ausstellung an.


Auch hier haben wir den optimalen Tag verpasst. Am Wochenende ist das gesamte Naturkundemuseum geöffnet, unter der Woche nur die kleine Ausstellung. Aber nun denn. Zum Staunen gab es auch da genug und es war genau die richtige Dosis an Interessantem, die die Wuselzwerge nicht überforderte. Alles richtig gemacht also!

Auf dem weiteren Weg in die Innenstadt, wollten wir die eine oder andere Kirche besichtigen, jedoch stellten wir fest, dass fast überall Konzerte gegeben wurden und somit die Kirchen nicht frei zugänglich waren. Bachfestspiele. Der Grund, warum es so schwer war, ein Zimmer für dieses Wochenende zu finden. Nun ergab vieles einen Sinn. Ein bisschen Sightseeing schafften wir dennoch.

Geliebte Moritzbastei. Wenn ich sie sehe, höre ich ganz viel. Erinnerung!


Zum Zeitvertreib gingen wir noch einmal in die Höfe am Brühl, auch um den immer wieder einsetzendem Regen auszuweichen, und verbrachten da letztlich doch sehr viel mehr  Zeit als gewollt. Die Wuselzwerge erschufen Fische, die dann in einem riesigen Monitor des Kaufhauses auftauchten, wir naschten Süßkartoffelpommes und warteten geduldig, bis die Wuselzwerge auch wirklich jede Spielmöglichkeit erprobt hatten. Um Voranzukommen sind die Höfe im Brühl also nichts, aber um Zeit zu verbringen, gerade bei Regenwetter, sind sie perfekt!


Für unser Abendessen hatten wir das Barfußgässchen erkoren. Dort reiht sich ein Café an das andere. Unser persönlicher Liebling: Das Barfusz. Kneipe. Café. Restaurant. Gutes Essen, seit über 10 Jahren netteste Bedienungen und durchweg kindertauglich. Besonderes Highlight in diesen Tage - der riesige Flatscreen, der die Fußballspiele zeigte. Der große Wusel war im Himmel. Die weltbeste Schwiegermutter auch.



Wir aßen Pommes mit Schnitzel, Ofenkartoffel mit Kesselfleisch und leckerste Thai-Suppe. Außerdem besprachen wir den Plan für den nächsten Tag: Zoo! Der Hauptgrund warum wir in Leipzig waren. Das Wetterradar versprach Sonne, der Wetterbericht auch.

Dazu dann im nächsten Post mehr.

Minensie

***

Im Leipziger Zoo und andere Highlights Teil II - folgt

***

Davidstraße 7
04109 Leipzig

Vom Bahnhof mit der Tram 1 Richtung Lausen. 
Haltestelle Marschnerstraße 

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Barfußgäßchen 6-8
04109 Leipzig

Direkt am Markt in der Innenstadt

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Katharinenstraße 9
04109 Leipzig

Direkt am Markt in der Innenstadt
 

***
Lortzingerstraße 3
04105 Leipzig

Haltestelle: Goerdelerring
Vom Bahnhof in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen
Eintritt 1 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre - freier Eintritt

Montag: geschlossen
Dienstag bis Donnerstag: 09:00 - 18:00 Uhr
Freitag: 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr

***


Gegenüber vom Hauptbahnhof

Allgemeine Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 08:00 Uhr bis 21:30 Uhr
Kernöffnungszeiten der meisten Shops:
Montag bis Samstag: 09:00 Uhr bis 20 Uhr 
 
Am Brühl 64-66
04109 Leipzig



 

2016/06/16

Liebe Grüße aus...

... Hinterhofien!



Wir haben seit 1,5 Wochen Urlaub. Halbzeit quasi. Wir sind in diesem Jahr kein bisschen vorbereitet. Keine großen Planungen, keine weite Reise. Eigentlich schade, denn es ist im Grunde der letzte Urlaub ohne das man auf Ferien achten müsste. Zudem ist es der Jahresurlaub.
Reiseziele hätten wir ja eigentlich auch genug. Cuba wäre so eines. Meine zuckersüße Babynichte endlich sehen. Das wäre ein grandioser Grund. Dennoch klappte es dieses Jahr einfach nicht. Hamburg wäre ebenfalls ein schönes Ziel. Oder Ostsee. Oder Allgäu. Hach. Aber nun denn. Hinterhofien ist auch ganz ok. Wir haben hier Regenwetterspaß. Und leider dennoch zu viel Alltag. Man kennt das ja. Ist man zu Hause fallen einem tausend Dinge ein!

Wir haben bisher eigentlich nur unliebsames erledigt. Die Vorhänge der Wandschränke zu waschen z. B. (ja das macht mir nicht so viel Spaß bei 3,20 m Deckenhöhe und 1,53 m Mine-Höhe. Hmpf), der Mann hat eine Küchenzeile vom Gefühl her fast komplett zerstört. Erfolgreich. Denn jetzt ist da ein größeres Kochfeld, als wäre es nie anders gewesen. Dennoch. Mein Herz jammerte und jaulte als die Stichsäge die Arbeitsplatte durchschnitt und der Bohrer einen Teil der Apothekerauszugskorpusse zerdepperte. Jedenfalls eine Erfahrung, die hier niemand wiederholt machen möchte. Weder die Küche, noch der Mann, geschweige denn ich.

Außerdem wurden die Schubladenfronten für den Badezimmerschrank weiter bearbeitet. Die Tischplatten wurden abgeschliffen (ein guter Haushaltstipp, wenn die Tischdecke nicht mehr ausreicht) und eine Umstrukturierung der fehlgeplanten Küche wurde durchdacht. Ideen haben wir.

Mit Holz haben wir aktuell irgendwie grundsätzlich viel am Hut. Der Dachgarten der Schwiegereltern benötigt dringend neue Latten (Urlaub ade!), der große Wusel übt mit dem Herrn von und zu Zwergenpapa das Schnitzen, die beste Schwiegeroma der Welt hilft dabei tatkräftig, der Miniwusel dreht Teller auf Holzsstöcken, wobei ihm da der nette Nachbar gerne nachhilft.



Und ich bin meist stiller Beobachter. Der Wäsche wäscht, Betten bezieht, Böden wischt, Bad putzt und eben ganz gewöhnlichen Alltagskram erledigt. Wie man sieht - nichts spektakuläres, von dem ich hier berichten könnte.

Ach da gibt es doch etwas. Der Herr von und zu und ich waren in der ersten Urlaubswoche selbstverständlich krank. Erst ich, dann der Herr von und zu. Da kann man also doch vom Glück reden, dass wir Daheimgebliebene sind. Ein Urlaub mit Rotznase im Warmen wäre irgendwie nicht das, was man sich unter Urlaub vorstellt. Zumindest wir nicht.

Was wir uns jedoch nicht nehmen ließen, war ein Kurzbesuch in Weiden. Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen und machen Urlaub, wo andere wohnen.  Der Tierhof bei unseren lieben Freunden ist immer wieder eine kleine Oase für uns Stadtgehetzten. Drumherum nichts außer Wald, Hühner die gackern, Pferde die wiehern, Kühe die muhen, Traktoren die trekkern und Katzen die miauen.


 Teo, der Hund unserer Freunde, fehlte diesmal sehr. Er ist leider vor kurzem verstorben und es ist wirklich unglaublich, wie präsent er dennoch immernoch ist. Obwohl wir ihn nur alle paar Monate gesehen haben. Du Katzenhund! Wir vermissen dich!


Heute starten wir dann mit dem zweiten Urlaubs-Anlauf. Es geht für ein paar Tage nach Leipzig. Geliebtes Leipzig! Wir freuen uns allesamt und packen von Kurz bis dicke Jacke alles ein! Beim letzten Leipzig-Besuch mussten wir für die Jungs noch fix lange Hosen nachkaufen, da es in Bamberg tropisch warm war, in Leipzig aber sehr viel kälter. Seitdem packe ich grundsätzlich immer etwas Langes ein. Auch wenn ich da oft Häme ernte. Mir egal. Wir haben genug Hosen, ich brauch keine weiteren Souvenir-Hosen aus anderen Städten :D
Wir werden das erste mal in einer Pension übernachten. Sonst hatten wir uns gerne im Hostel einquartiert. Somit ist das diesmal quasi Luxus-Ausstattung.

Bis es heute Mittag losgeht muss hier allerdings noch ein bisschen was passieren. Milchreis kochen zum Beispiel. Das ist das Wunschessen der Jungs, bevor wir losfahren. Gerne doch. Außerdem müssen da noch 2 Wäschehaufen gewaschen werden, Koffer gepackt, Auto beladen, Fressboxen gefüllt und kleinere Einkäufe erledigt werden. Wie gesagt - wir sind da nicht sehr gut vorbereitet und eher von der "Auf die letzte Minute" - Truppe.

Und Zwischendurch: Immer wieder Regen. Was nicht vom kleinen Alltagsglück abhält. Urlaub ist dann doch gefühlt das, wenn man unterm Tag Zeit hat, sich mit Freunden zu treffen und länger als eine Stunde spazieren gehen zu können. Gestern war so ein Tag. Da findet man dann zum Beispiel Enten, die das Wetter genauso ätzend finden wie wir.


Und Blumen am Straßenrand, ganz wild und wunderschön gewachsen.


Der Regen ist am Ende doch ganz gut. Er reinigt diese derbe dicke Luft, die sich durch das bisherige Jahr 2016 zieht. Bei so dicken Wolken dauert es einfach etwas länger, bis die Sonne wieder die Oberhand hat. Das ist ok. Das muss so sein.



Wir sind dann mal am wuseln. Leipzig, wir freuen uns soooo sehr auf dich!

Minensie