2014/12/30

Nett

Wenn man beim (alkoholfreien) Sektkauf den Ausweis zeigen darf  - ist das nun ein Kompliment oder nicht? Ab Ü30 behaupte ich - JA! Ein sehr nettes sogar. Das mir zwei Wuselzwerge nicht ins Gesicht geschrieben stehen sondern mich scheinbar jung halten ist doch wirklich nett.  Ein Kichern dabei kann ich leider nicht unterdrücken. 

Minensie

2014/12/29

Zwischen den Jahren

Die Feststage sind vorbei, die Bäuche voll, die Kinderaugen leuchten immernoch und Frau Holle hat nun endlich auch ihren Dienst angetreten.

Zwischen all diesen unausgesprochenen Verpflichtungen waren die letzten Tage vorallem eins: wunderschön.
So sehr der Weihnachtsgrinch hier auch wütet - dieses wunderbare Gefühl fängt ihn am Ende dennoch ein. Das zusammensein mit Menschen, bei denen man nicht perfekt sein muss. Bei denen man über Dinge lachen kann, die sonst keiner lustig findet. Familie ist ein unglaubliches Konstrukt. Und mit jedem Einzelnen wird es stärker.
Familie ist so viel mehr als Mutter und Vater, Bruder und Schwester.
Familie ist Zuhause. Egal wo man ist. Familie ist Halt. Familie ist hin und wieder auch Balast, den es sich jedoch zu tragen lohnt.

2014 war ein hartes Stück Arbeit und ich weiß das 2015 noch sehr viel mehr zu tun sein wird. Dennoch wäre so vieles nicht zu schaffen gewesen, wüsste ich nicht, dass ich mich auf meine Lieben verlassen kann. Auf die großartigsten Schwiegerelten, meine Mutter und ihren Ehemann, meine Geschwister, meine Verwandten und meine Freunde. Und natürlich allem voran meinem Mann und meinen Kindern. Auf die Drei ist 100% verlass. Das sie mich in den Wahnsinn treiben und da auch wieder rausholen. Das ich vor Lachen weinen kann und umgedreht. Das ich ich sein kann. Aufbrausend, nervig und meckernd wie nur ich sein kann. Dafür lohnt sich alles!

♥ 2015 ist herzlich Willkommen ♥


2014/12/25

Dramen unterm Weihnachtsbaum

"Oh das ist ja stark! Du hast ja einen richtigen Hammerhai!" Kleiner Wuselzwerg schaut , die Unterlippe beginnt zu beben und ein herzzerreißendes weinen beginnt: "Aber! Schnief Das ist ein Delfin! Wuäh Ein Swimm-Delfin wuäähäää"

Fröhliche Weihnachten überall ♥

2014/12/24

Adventskalender #24

Fröhliche Weihnachten euch allen! Ich wünsche euch eine besinnliche Zeit im Kreise eurer Liebsten und ganz viele zauberhafte Momente!

Mein Jahr in 24 Bildern


Was lange währt wird - zuckerzuckerzuckersüß!

2014/12/23

Adventskalender #23

Puh! Besser spät als nie! Heut ging irgendwas schief *grübel*


Mein Jahr in 24 Bildern

Zauberhafter Besuch

2014/12/22

2014/12/18

2014/12/17

Adventskalender #17

Mein Jahr in 24 Bildern


Fridolin ach Fridolin - mein liebster Naschi in diesem Jahr :D

2014/12/16

Adventskalender #16

Mein Jahr in 24 Bildern

"Ich will nur, dass du weißt..."

Es weihnachtet...

... nicht so sehr.

Bei 9 ° C macht Glühwein trinken keinen Spaß. Geschenke einpacken auch nicht so wirklich. Plätzchenbacken ist dabei ebenfalls doof. Doof ist auch, dass in 9 bzw. 8 Tagen Weihnachten ist. Ziemlich sogar. Ich bin zwar hauptsächlich ein Feststagsmuffel, aber nichts desto trotz ist spießiges Weihnachten mit Weihnachtsmusik und Plätzchenduft, trolligen Kindern und überhaupt gar keiner Hektik irgendwie schön. Da ich grad so vieles in keinster Weise schön finde, wäre dieses Schön angebracht. Wirklich. Um nicht zu sagen - notwendig.

Ich habe hier einen halbfertigen Lampenschneemann, den ich halbfertig weitervererbt habe, da wir weder Platz haben noch das ich tatsächlich Muse hätte ihn fertig zu machen. Dann wären da noch die halbfertigen Weihnachtsanhänger. Nerviges Gefriemel. Das heb' ich auf. Für später. Nächstes Jahr vielleicht. Und nicht zu vergessen: die Weihnachtsdeko. Ebenfalls halbfertig. Die andere Hälfte kaufen wir dann wieder nach Weihnachten beim Ausverkauf. Wer will schon 100% zahlen, wenns ein paar Tage später nicht mal mehr die Hälfte kosten soll.
Und überhaupt - wollten wir Weihnachten nicht grundsätzlich auf den 06.01. legen? Dann sind die Geschenke auch wieder günstiger, der meiste Trubel ist rum und wir haben unsere Ruhe. Aber ich schätze, auch dieses Jahr bleibt das aus.
Ich hatte so gehofft, dass mich der Weihnachtsrappel nicht wieder erst am 22.12 oder gar in der Nacht vom 23.12 packt. Aber ehrlich gesagt bin ich froh, wenn er mich überhaupt noch packt in diesem Jahr. Plätzchen haben wir immerhin schon ein paar. Viele angenagte aber wenn man fleißig sucht, findet man außer Vanillekipferl auch tatsächlich noch andere Zuckereien.

Apropo Zucker. Ich ziehe das Fasten vor. Kein Zucker mehr bis zum Heiligabend. Die 9 bzw. 8 Tage sollten zu wuppen sein. Wenn ich 40 Tage ohne Zucker auskam, sollten 9 Tage ja lachhaft sein. Mal sehen ob ich was zum Lachen finde.Bis dahin straffe ich jetzt mal die Schultern und starre noch eine Weile meine Mini-Hanteln und die Shred-DVD-Hülle an - vielleicht bringt es ja einen kleinen Trainingserfolg.

Ach und Sofa wäre toll. Warum ich mich dem Schlaf gerade so verweigere, wissen auch nur die Wuselzwerge. Also auch doof irgendwie.

Minensie

P.S. Wer hat das eigentlich eingefädelt, dass ein Wäschekorb voller Zwergenkleidung so extrem nervig ist, bis er sich geleert und die Kleidung den Weg auf die Leine gefunden hat?! Tzes! Ganz schön frech!

2014/12/15

Kindermund #4

Und schon wieder eine Aufzählung. Aber die muss jetzt sein. Ich vergess es sonst ganz:

Wenn es aktuell nicht nach dem Dickschädel des kleinen Wuselzwerges geht, dann bekomme ich jedesmal ein etwas beleidigtes

"Mama, dass is' nich' cool okay?!" 

zugerufen.
Und ich dachte immer, das geht erst in der Pupertät los und nicht schon mit etwas über 2,5 Jahren.... man lernt täglich dazu.
Einen Satz wollte ich noch notieren, aber er ist mir nun tatsächlich entfallen. Verflixt.

Nun denn

Minensie

Adventskalender #15

Mein Jahr in 24 Bildern


La Familia - 50er Party deluxe

2014/12/14

Adventskalender #14

Mein Jahr in 24 Bildern


Zweimal das (namens)gleiche Geschwisterpaar - die schönsten Zufälle die das Leben bereit hält

2014/12/07

Lustig lustig tralalala

Sonntag Morgen um 8 Uhr und alles schläft?  Hier ist was gewaltig faul! Oder war der gestrige Tag tatsächlich so spannend das jetzt komatöser Langzeitschlaf angesagt ist? Wenn ja - danke lieber Nikolaus! 
Wir waren gestern das erste mal bei einer Nikolauswanderung dabei. Zudem war es das Erste Mal vom Ersten Mal. Unsere geliebte Anne hatte es zum ersten Mal veranstaltet und es war - einmalig toll! Auch wenn wir vor Aufregung die Bushaltestelle verpassten und ein ganzes Stück zurück laufen mussten und somit als vorletzte Familie ankamen. Der kleine Wuselzwerg war auch soooo mutig - da quillt mein Mutterherz vor stolz fast über! Seinen größten Schatz hat er dem Nikolaus anvertraut. Ganz allein ist er zu ihm hin. Ganz ohne Scheu. Dafür gabs nicht nur Nüsse und Äpfel. Mein Großer Kleiner!
Das ganze Ambiente war so gelungen.  In der kühlen Winterluft durch den wunderschönen Bruderwald zu stapfen um sich dann an mitgebrachten Punsch und Tee sowie Stollen,  Plätzchen, Lebkuchen und Mandarinen aufzuwärmen und satt zu essen - das war nicht nur für die Wuselzwerge zauberhaft. Hiermit ein herzliches Danke an unsere einmalige Momente Zauberin (Anne hatte uns Ostern und Laternenfest wirklich herzliche Erinnerungen verschafft ♥ )
Und nun starten wir in einen kuschligen 2. Advent!
Minensie
P.S. Doch kein komatöser Schlaf - nur mein Herr von und zu der es gut mit mir meint und die Kinder seit 7 Uhr ganz still beschäftigt. Dafür gibt's auch ein ♥

Adventskalender #7

Mein Jahr in 24 Bildern


Nicht ohne Betty

2014/12/02

Adventskalender #2

Mein Jahr in 24 Bildern


Selbst in der kleinsten Hütte findet sich Platz - die spannendste Übernachtung 2014





2014/12/01

"Positiv zusammen leben"



Anlässlich des heutigen Welt-Aids-Tages wurde mir bewusst, wie wenig ich mich in den vergangenen Jahren mit diesem Thema beschäftigt habe. Für mich durchaus ungewöhnlich, denn HIV/AIDS hat mich jahrelang intensiv begleitet. Aus keinem spektakulär dramatischen persönlichen Grund. Ich las mit 12 Jahren ein Buch über eine Mutter die sich nach der Geburt durch eine Bluttransfusion mit dem Virus ansteckte und von da an war mein Interesse geweckt. Außerdem gab es eine kurze Zeit in den 90ern in der das Thema brandakutell war. Nicht zueletzt wegen dem Film "Philadelphia". Ich hielt in den verschiedenen Schulen (ja mit Umzug und Schulwechsel kann man von verschiedenen Schulen sprechen) Referate über das Thema, informierte mich regelmäßig über das Gesundheitsamt und über die BZgA und hatte dennoch erst durch meinen Beruf den ersten mir bekannten Kontakt mit einer erkrankten Person. Im Altenheim einen Menschen im mittleren Alter, geistig völlig klar und nur körperlich so eingeschränkt, dass eine Versorgung daheim nicht mehr gewährleistet war, zu begegnen, fühlte sich sehr seltsam an. Danach wurde ich schwanger und seither hatte ich mich nicht weiter mit diesem Thema befasst. 
Die Wissenslücke der letzten Jahre wollte ich nun entgültig schließen. Und es hat sich wirklich einiges getan! So viel, dass ich es nicht nur für mich festhalten möchte, sondern vielleicht auch für die eine oder den anderen, der hier mitliest. 

Positiv zusammen leben - gegen Stigmatisierung, Ausgrenzung und Diskriminierung von HIV-Positiven!


Spreche ich über HIV und AIDS, ist es interessant, die Reaktionen zu sehen. Einerseits höre ich: „Üble Sache -  aber heutzutage kein Weltuntergang mehr!“ und zeitgleich sehe ich, wie Schultern gestrafft werden, der Abstand zu mir ein bisschen, jedoch deutlich spürbar, größer wird und etwas in der Luft hängt, bis man dem Gegenüber versichert, man habe es ja nicht, man wolle nur darüber reden.

Traurig, aber wahr. Denn so wie es das BZgA in ihren Werbekampangen propagiert, ist es tatsächlich: Mit HIV kann man leben. Sehr gut sogar. Mit Diskriminierung und Ausgrenzung nicht. Und das ist in den letzten 30 Jahren zum tatsächlichen Thema geworden, wenn man von HIV und AIDS spricht. Nicht die Ansteckung. Das hat man in den letzten 30 Jahren gut in die Köpfe bekommen, wie man sich vor Ansteckung schützt. Das man sich jedoch nicht vor betroffenen Personen schützen muss, das scheint bei den meisten ein zu großer Widerspruch zu sein. Dabei ist die Angst vor erkrankten Menschen ebenso unbegründet wie haltlos.

Warum? Weil es ein ziemlicher Akt ist, sich im alltäglichen Leben mit HIV anzustecken. So einfach ist das.

Sicher? Sicher! Schaut mal.

Um sich mit HIV anzustecken, benötigt es eine gewisse Virenkonzentration. Beim Küssen beispielsweise ist die Virenanzahl im Speichel so gering, dass eine Ansteckung nicht möglich ist. Selbst bei Verletzungen in der Mundhöhle oder des Zahnfleisches kommen nicht ausreichend Viren zusammen, um sich beim anderen heimisch zu fühlen. Verrückt, was? Ist aber tatsächlich so. Beim Küssen steckt man sich unter Umständen mit vielem an, wie z. B. Schmetterlingen im Bauch oder einer hässlichen Grippe, aber nicht mit HIV! Mit Ausrufezeichen!

Und was ist mit Wunden? Blut zu Blutkontakt, heißt es doch immer? 
Auch hier sind die meisten Sorgen unbegründet. In oberflächlichen Wunden, mit denen man es für gewöhnlich im Alltag auch nicht permanent zu tun hat, ist die Konzentration ebenfalls sehr gering. Sich beim Sport bei einer Verletzung mit einem erkrankten Spieler anzustecken ist auszuschließen. Selbst bei blutigen Sportarten wie Boxen oder American Football ist kein Fall bekannt, bei dem es zu einer Ansteckung kam. Generell zum Thema Sport ist der kurze Artikel hier lesenswert: HIV und Sport

Über die Konzentration in Schweiß sollte man gar nicht erst sprechen müssen, aber auch hier betone ich das gern nochmals – zu wenige Viren – keine Ansteckungsgefahr.

Es gibt, wie eigentlich die meisten wissen, nur drei Möglichkeiten sich mit HIV anzustecken.

  • ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer erkrankten Person
  •  Nadelstichverletzungen
  • Geburt und stillen

Letzteres ist in Deutschland sehr selten. Erkrankte Frauen entbinden per Kaiserschnitt, um Verletzungen bei der Geburt und somit Kontakt mit infiziertem Serum zu vermeiden. Die Muttermilch wiederum wird durch Industriemilchnahrung ersetzt. (Das klingt leichter als es ist, wenn ich da an mein Mutterherz denke).
Kinder erkranken in Deutschland nur noch sehr, sehr selten. Und wenn dem so ist, ist falsche Vorsicht wirklich fehl am Platz. Ausgrenzung und Diskriminierung trifft hier diejenigen, die am wenigsten etwas dafür können, geschweige denn jene, die sich wehren können. Es sei hier noch einmal gesagt – es ist so schwer, sich mit HIV zu infizieren. Spielen, Rangeln und auch Raufen stellen keine echte Gefahr dar. Natürlich ist man als Elternteil besorgt, aber man hat nur Angst vor den Dingen, die man nicht kennt. Lernt man sie kennen, verliert sich die Angst von ganz alleine.

Im Bereich der Medizin hat sich für mich am meisten getan. Nach meinem letzten Wissenstand gab es zwar gute Medikamente, die HIV in Schach hielten, deren Nebenwirkungen jedoch nicht unbedingt zu einer besseren Lebensqualität beitrugen. 
Heute ist das anders. Die Medikamente sind verträglicher. So gehen Mediziner davon aus, dass man bei frühzeitig erkannter Ansteckung und lebenslanger Einnahme der Medikamente  mit HIV sehr wohl alt werden kann, ohne dass es zu einem Ausbruch von AIDS kommt. Der Haken an der Geschichte ist jedoch der, dass man nicht weiß, wie sich die lebenslange Einnahme der Medikamente auf den Körper auswirken wird. Dass es das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigt, weiß man. Wie es sich nach 30 oder 40 Jahren auf Leber und Nieren auswirkt, wird man erst wissen, wenn es die ersten Patienten gibt, die diese Medikamente so lange einnehmen.
Was mich tatsächlich fasziniert, ist die Tatsache, dass man bei rechtzeitiger Therapie durch die heutigen Medikamente die Virenzahl so eindämmen kann, dass man rein theoretisch nicht mehr als infektiös gilt. Noch ein Grund, warum die Angst vor HIV-Positiven unnötig ist, vor allem wenn sich diese in Behandlung befinden.
Und wenn man sich, aus welchen Gründen auch immer, doch sehr sicher mit HIV angesteckt haben könnte, besteht die Möglichkeit, direkt nach Ansteckung eine Therapie zu beginnen, die eine Übertragung verhindern kann (Postexpositionsprophylaxe). Quasi eine (bzw. viele) Pille(n)-Danach gegen HIV. Das Wort „direkt“ ist hier wörtlich zu nehmen. Binnen 24 Stunden sollten die Maßnahmen eingeleitet werden, um eine Ansteckung erfolgreich zu verhindern. Je weniger Zeit dazwischen liegt, desto besser.

Nichts desto trotz ist HIV ein tödliches Virus. Das sollte man bei all dem Fortschritt nicht vergessen. Es gibt kein Heilmittel, das aus einem HIV positiv ein HIV negativ macht. Auch wenn die Virenanzahl in Schach gehalten werden und das Immunsystem sich somit gut erholen kann – es ist ohne lebenslange Medikation nicht möglich, diese Erkrankung zu überleben. Die Einnahme der Medikation ist hierbei nichts, was man launenhaft betreiben sollte. Nimmt man die Medikamente nicht regelmäßig ein, so besteht große Gefahr, dass das HI-Virus Resistenzen bildet, womit spätere Medikation nicht mehr greift.

Und um überhaupt mit HIV leben zu können, ist eine frühzeitige Diagnose nötig. Wer erst nach 10 Jahren erkennt, dass er HIV positiv ist, dem kann auch die Hilfe der heutigen Medizin zu spät kommen.

Täglich sterben weltweit 6000 Menschen an AIDS. In Deutschland sind es jährlich um die 500 Menschen. Das klingt, deutschlandweit gesehen, überschaubar. Ist es auch. Soll es auch bleiben. Aber es soll auch erkrankten Mitmenschen möglich sein, sich nicht ein Leben lang verstecken zu müssen. Denn nur wenn man offen dafür ist, was unsere Mitmenschen bewegt, kann man Prävention gewährleisten.

Abschließend noch ein paar Adressen in Bamberg. Zum Testen. Zum Fragen.

Kostenlos und anonym kann man sich beim Gesundheitsamt Bamberg testen und beraten lassen. Termine kann man bei

Frau Anita Wunder
23 - Gesundheitswesen
Ludwigstraße 25
96052 Bamberg 

Telefon:  +49 951/85-681
Fax:  +49 951/85-8681
E-Mail:  anita.wunder@lra-ba.bayern.de

Raum:  N 232
 

vereinbaren.

Kostenpflichtig führt jeder Hausarzt einen HIV-Test durch. 

Wer es dennoch möglichst anonym möchte und schnellere Antwort braucht als der reguläre Test des Gesundheitsamtes es einem bietet, der kann sich im Labor testen lassen:

Labor Bamberg
 Heinrichstraße 1
 96047 Bamberg
Telefon: 0951 86990


Für schnelle und unkomplizierte Beratung geht man am besten zu Herrn Huber der

 AIDS-Beratungsstelle in der
Willy-Lessing-Straße 16
96047 Bamberg

Telefon: 0951/2 79 98
Fax: 0951/2080570 

Herr Huber veranstaltet nicht nur Informationsreihen, er nimmt sich auch spontan, ganz ohne vorherigen Telefonat oder Termin, für verwirrte Wesen wie mich, samt Kleinkind, Zeit, um mir all meine Fragen zu beantworten. Dafür danke ich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich. 

Ich wünsche mir, dass bei dem Thema HIV / AIDS noch viel passiert. Vorallem echte Toleranz und Solidarität! 


Sei ein Teil des Ganzen!


 Minensie

Adventskalender - mein Jahr in 24 Bildern

Ich möchte hier meinen ganz persönlichen Adventskalender präsentieren. Mein Jahr in 24 Bildern. Jedoch gibt es hier natürlich nur Ausschnitte bzw jene Bilder, deren Qualität nicht ganz so berauschend ist. Aber ich weiß ja, was sich hinter jedem einzelnen Bild versteckt - und freue mich auf jedes Lächeln, dass sie mir auf die Lippen zaubern werden :D

Und hier Türchen Bild Nr. 1


Luftschlangenspaghetti und der wohl coolste Start ins Jahr 2014

2014/11/27

Kindermund #3

"Ich bin kein Schatzi! Ich bin der Papa von meine Katzen!" (kleiner Wuselzwerg)

Jawohl. Damit ihrs wisst.

Und: Ein denkwürdiger Tag - heute ist, glaube ich, das erste mal, seit der kleine Wuselzwerg auf der WElt ist, an dem das Oberteil, dass er morgens anbekam am Abend noch sauber ist (!!!!).  (Was für ein Satz, genauso denkwürdig... höm...)

(Und weil Klammern so toll sind - nochmal  - einfach so )

Minensie

2014/11/26

Weil du heut Geburtstag hast...

Zu meinem Geburtstag ziehe ich heute Bilanz, wie ich es sonst nur zum Jahreswechsel tue.

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Ganze 6 Kilo... wohooo :-p

Haare laenger oder kuerzer?
So lang wie noch nie

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichbleibend Maulwurfblind

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger. Kann aber auch täuschen

Die teuerste Anschaffung?
In den letzten 12 Monaten - der Besuch meines Vaters. Aber das war keine Anschaffung, das war eine Investition mit Höchstgewinn.

Das leckerste Essen?
Frühstück im Müller

Das beeindruckenste Buch?
Es beeindruckt mich immer noch - Darm mit Charme

Der ergreifendste Film?
Ich bin so schlecht in sowas. Ich bilde mir ein, es wäre die Bücherdiebin gewesen, aber die hab ich nicht gesehen, nur gelesen. Vor Jahren. *hust*

Die beste CD?
Philipp Poisel - Wo fängt der Himmel an (weil ich die als einziges neu habe :-p )

Das schoenste Konzert?
Philipp Poisel - Coburg - Toll!!!

Die meiste Zeit verbracht mit...?
Den Wuselzwergen

Die schoenste Zeit verbracht mit...?
Mit meinem Papa, den Wuselzwergen und wunderbaren Menschen denen mein Herz gehört

Vorherrschendes Gefuehl 2014?
Wo ist die Luft zum atmen.

2014 zum ersten Mal getan?
Meinen Papa persönlich vorgestellt

2014 nach langer Zeit wieder getan?
Auf ein Konzert gegangen.

Drei Dinge, auf die ich gut haette verzichten koennen?
1. Meine wenigen Nerven
2. Meine schlechte Laune
3. Arbeit die nicht meine Arbeit ist/war

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden ueberzeugen wollte?
Alles braucht seine Zeit und am Ende geht es seinen Weg.

Das schoenste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Vermutlich den Auto-Transport-Truck für den großen Wuselzwerg *hust*

Das schoenste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Unglaubliches zu ermöglichen - meinen Vater für einige Wochen hier gewusst zu haben.

2014 war mit 1 Wort … ?
Kräftezerrend

Was ich mir vom nächsten Lebensjahr erhoffen?
Mehr Einsicht, Geduld und Fassung.


In diesem Sinne - her mit dem Kuchen :D

Minensie

2014/11/22

So kocht Mann...?

Heute habe ich ein paar Dinge gelernt. Denn heute habe ich mir die Freiheit heraus genommen und ganz Ladylike den Sender Sixx für mich entdeckt. Weil Enie da zeigt, wie man Upcyceld und ich das unbedingt sehen wollte. Hat mit Publikum (also Wuselzwergen) auch ausnahmsweise mal geklappt.  Jetzt will zwar der große Wuselzwerg einen Schreibtisch aus einer Holzpalette, 'nen Spiegel in einem Tablett und 'ne Lampe aus Armreifen aber gut... das war es wert. Es fasziniert mich immer wieder, was man alles aus den unterschiedlichen Dingen machen kann.

Danach kündigte sich Jamie Oliver an. An den lustigsten Geburtstag des Weltmeisters (im Boggietanz) erinnert, blieb der Fernseher auch da an. Vor ein paar Jahren habe ich solche Sendungen geliebt. Ich nutze wirklich jede Gelegenheit sie zu schauen,  da ich selbst, seit meinem Auszug aus dem Elternhaus bis zum Zusammenzug mit den Herrn von und zu, kein n Fernseher besaß.  Somit war ich fast schon ein bisschen aufgeregt,  als die Kochsendung los ging.
Und dann war ich, nun ja, wie soll ich sagen, entsetzt.  Ganz locker flockig nimmt dort Herr Jamie Oliver sein Nudelsieb aus dem Topf und gießt die Nudeln in die Pfanne.  Nebst Kochwasser das er völlig unbeeindruckt über den Herd und den Boden kippt. Um dann die Pfanne elegant zu schwenken. Unbeirrt kreiert er sein Carbonara - Gericht weiter, erzählt Floskeln aus Italien und schiebt Schnippelabfälle von der Arbeitsplatte. Auf den Boden.  AUF DEN BODEN!!! Und tadaaaa. .. fertig ist das leckere Nudelgericht. Und ich mit meinen Nerven.  Wer macht denn jetzt die ganze Sauerei weg? Wie kann man so elegant alles bekleckern und dabei noch Geld verdienen? Das Jamie gerne mit seinen Händen kocht weiß ich und das stört mich auch überhaupt nicht.  Aber.  Bei so einer Sauerrei hört der Spaß auf. Wer erklärt jetzt dem Manne am heimischen Herd, dass dieser Kochstil weder cool noch erwünscht ist? Jawohl, die meckernde (Ehe) Frau. Zickig wie sie ist. Das bisschen Soße am Fliesenspiegel und an den Schranktürblenden.... Dafür gibt's Nudeln a la Wundermann (also Nudeln mit Tomatensoße) und bitte nicht zu sparsam beim Kniefall und Füße küssen.  Der Stapel Geschirr gehört zur Kunst des Kochens und wer pocht den ständig auf Arbeitsteilung? Ja genau, ebenfalls die (meckernde Ehe) Frau. Hier ist sie: Mann kocht ganz im Jamie Oliver Stil und Frau macht den Rest. Jamie sieht man ja auch nie aufräumen. So (!!) nicht! So sehr ich die Rezepte vom werten Herrn Oliver schätze, würde er in meiner Küche SO kochen, würde er fliegen. Hochkant. Mit Hexenbesen. Was auch immer. Anna mei Tropfen! - ich werde alt. Mich über soetwas zu echauffieren ist so gar nicht mein Stil. Aber hier muss ich wirklich Stellung beziehen. Ich habe keine Lust in Nudelwasser auszurutschen und auf Chilischotenkerngehäuse zu treten. Nein. Nein nein.

Was lerne ich nun daraus? So kocht Mann nicht. Sonst! Und: ich lass den Fernseher in Zukunft wieder aus bevor ich beim nächsten Mal vor einem Nervenzusammenbruch stehe, wenn Jamie zum Beispiel mit seinen Gummistiefeln vom Garten in die Küche läuft. Bei Regenwetter. Oder so.

Minensie


2014/11/19

Luxusprobleme

Eigentlich hatte ich bereits am Sonntag einen Post verfasst. So dreiviertel etwa. Eine lustige Anekdote aus meiner Arbeitswelt sollte es werden und dann wurde es doch ernst. Jetzt feiern wir gerade seit 3 Tagen Windpockenparty und ich hab völlig den Faden verloren. Deswegen - seis drum. Vielleicht find ich den Faden nach meinem nächsten Dienst wieder.

Nun kreisen die Gedanken um Luxusprobleme deluxe. Welches Geschenk zu Weihnachten. Ist Groß zu viel oder ist Klein ausreichend. Wieviel ist zuviel? Und was ist wirklich notwendig? Fragen über Fragen. Ich behaupte, dass war zu meiner Kindheit einfacher. Da gabs entweder ein Spielzeug oder eine neue Klamotte und damit war das Fest schon gigantisch. Ich erinnere mich noch sehr genau an mein Weihnachtsgeschenk um mein 6. Lebensjahr herum. Eine neue Jeans, weiße, halbdurchsichtige Strumpfhosen und einen grau-rosa-gesreiften Pullover. Und Leinenschuhe (unpraktisch im Winter, aber ich wollte sie so unbedingt haben!). Das waren tatsächlich meine ersten nicht vererbten Klamotten die neu aus dem Laden unter unseren Weihnachtsbaum landeten. Es war perfekt und ich freute mich wirklich wirklich sehr lange darüber.

Und jetzt steh ich vor dem Dilemma - mehr Plastik fürs Kinderzimmer ahoi. Eigentlich möchten wir die Wuselzwerge zur Genügsamkeit erziehen. Wer will das nicht. Andererseits ist das so absurd, denn jeder Elternteil, der es sich "damals" hätte leisten können, hätte gerne mehr als ein paar neue Schuhe zu Weihnachten verschenkt.
Reicht es, wenn man ihnen Genügsamkeit vorlebt und darf zu Feiertagen dann ruhig mal mehr springen lassen? Oder erzieht man sich so kleine blutsaugende Biester, die sich mit jedem Jahr nur noch mit noch mehr zufrieden geben? Was, wenn wir es uns irgendwann nicht mehr so leisten können - ist die Enttäuschung dann größer? Oder ärgert man sich, weil man ja hätte können und nun nicht mehr kann? Ich bin wirklich völlig hin und her gerissen.

Zum einen bin ich dafür, Zeit zu schenken. Zeit mit den Wuselzwergen ist so wertvoll und ich habe das schon letztes Jahr der nahen Verwandschaft ans Herz gelegt. Ein Wildpark-Besuch, ein Indoorspielplatznachmittag - es lässt sich sicherlich was finden, mit denen man den Wuselzwergen ein dauerhaftes Geschenk machen kann - nämlich das der besonderen Momente.
Zum anderen gibt es nichts im Kinderzimmer, dass nicht permanent bespielt wird. Fast alles wird ins Spiel mit einbezogen. Aus Lego werden Reiseschiffe gebaut, in der alle Monster und Tiere mitreisen dürfen. Es werden alle Kuscheltiere abwechselnd umsorgt, im Buggy umhergefahren und bekocht. Bei den Büchern finden mindestens 5 pro Vormittag den Weg zu mir, um vorgelesen zu werden. Oftmals die gleichen aber auch nicht selten völlig verschiedene. Die Instrumente werden ausgepackt und kleine Gigs einstudiert (heute zum Beispiel "Auf der Mauer, auf der Lauer" in allen Varianten). Der Klangturm steht von 7 Tagen in der Woche etwa 4 Tage unberührt da und dann wird er so intensiv bespielt, dass wir alle Freude daran haben. Und somit ist klar - es braucht eigentlich nichts neues.

Trotzdem. Geht der Herr von und zu Papa ins Spielgeschäft und steht vorm Playmobil-Regal leuchten seine Augen wie die eines 4-jährigen. Er würde am liebsten alles kaufen, denn alles ist ziemlich cool zu bespielen. Und ich? Ich stöbere so gerne hier und da und freue mich jedesmal schenken zu dürfen und zu können.
Also. Was machen wir denn nun, lieber guter Weihnachtsmann? Hat dein Sack dieses Jahr ein Loch und du hast die Hälfte aller Geschenke verloren oder lässt du es nochmal krachen, da du ab nächstes Jahr das Christkind schickst, dass nicht so viel Tragen kann, beim vom Haus zu Haus fliegen, so ganz ohne Schlitten und Sack.

Alle Jahre wieder das gleiche Luxusproblem. Und ja, ich bin dankbar für diese Art der Probleme. Echte hab ich wirklich über.

Minensie

2014/11/12

To-Do fürs Leben

Ich habe seit Jahren immer wieder die gleichen Ideen die ich gern tun würde wenn nicht... ja was auch immer. Damit ich sie nicht vergesse, halte ich sie nun doch einmal schriftlich fest.

♥ eine weitere Fremdsprache lernen. Bevorzugt Spanisch

♥ Kickboxen

♥ Ironman (Kindheitstraum... warum auch immer, da ich wirklich nicht so viel mit Sport am Hut habe)

♥ Klavier lernen

♥ einen Baum pflanzen

♥ ein Eltern-Kinder-Café eröffnen

♥ etwas Sägen

♥ ein Buch schreiben ( der Klassiker oder? *lach*)

Manches ist schnell gewagt, anderes sind Hirngespinste. Aber nun sind sie für die Ewigkeit festgehalten.

Minensie

2014/11/09

Oh du ... Vorweihnachtszeit

Ich fass es nicht. Mich scheint es in diesem Jahr zu packen. Und zwar so richtig. Ich plane die Plätzchensorten, überlege kleine Mitbringsel-Weihnachtsgeschenke und möchte allen Ernstes basteln! Jetzt schon! Es läuft noch nicht mal Last-Christmas im Radio (oder hör ich einfach zu wenig ? )

Als ich heute morgen in schneekalte Luft radelte, packte mich die Vorfreude. Oh bitte lass es nicht nur ein flüchtiger Moment sein. Ich würde soooo gern mal nicht auf den letzten Drücker weihnachtlich gestimmt sein!

45 Tage sind es noch bis zum heiligen Abend. Hui, jetzt werd ich nervös.

Ich stürze mich in Bastelvorbereitungs-Gesuche und Geschenkideen-Auflistungen.

Ho Ho Ho

Minensie

2014/11/08

Schatz, ich hab das Internet gelöscht...

....oder so ähnlich könnte man es nennen...

Einen frisch bespielten Laptop mit einem AntiVir zu verseuchen, tja, dass schaffe ich spielend leicht *hust*

Aber jetzt ist ja alles Gut. Nach nur 12 Wochen hats der Herr von und zu gerichtet. Ein Küsschen dafür. Ich bin völlig überwältigt wie Groß hier alles ist! So komplett und lesbar. Ich bin wahrlich etwas überfordert. Sogar das Social Network der Social Networks macht mir in seinem vollem Unfang nach 12 Wochen Abstinenz etwas Angst.

Doch selbstverständlich freue ich  mich auch, die alte Klapperkiste wieder unter meinen Fingern zu haben. Mit diesem Laptop verbindet mich doch so viel. Der Tag an dem ich offiziel bestätigt bekam, dass ich zum ersten Mal Schwanger bin zum Beispiel (Ja, mir war an dem Morgen tatsächlich nach ganz anderem zumute, aber weil ich meine Vermutung nur untermauert verkünden wollte, musste ich brav so tun, als hätte ich nichts anderes zu tun als einen Laptop im Superschnäppchenmarkt zu ergattern ... hach... süße Erinnerung)

Wie dem auch sei - ich bin wieder drin. Für fehlende "D"s möchte ich mich im Vorfeld entschuldigen. Die Taste ist etwas beleidigt, dass sie so lange nicht gedrückt wurde und drückt nun nicht immer so, wie sie soll :D

Minensie

2014/11/05

Und vom Feiern

Jetzt hatte ich gehofft ENDLICH vom Laptop aus schreiben zu können und was ist? Ich habe einen Liebesbrief des Herrn von und zu Zwergenpapa darauf auf dem steht, "Nicht verwenden!!" Ist bestimmt genauso freundlich gemeint wie es sich liest. Wie dem auch sei, der kleine Wuselzwerg scheint zu schlafen und ich sollte mich sammeln bevor ich wieder alles vergesse.
Nach dem gelungenem Mittwoch folgte ein ruhiger Donnerstag. Freitag folgte mein Klogriff nach einer tollen Zugfahrt. Und dann stand der Samstag vor der Tür.
Nach zwei Stunden schnippeln und vorbereiten trudelten die Gäste ein. Es war laut, es war voll und es war wunderbar. Trotz Platzmangel war es ein tolles Frühstück. Zugegeben - Samstag ging es eher um unsere sozialen Kontakte als um den Geburtstag des großen Wuselzwerges, aber es war einfach mal wieder überfällig. Nach dem Frühstück ist mir aufgefallen, dass irgendwie Kuchen für den Nachmittag fehlte. Also noch fix einen Nusskuchen in den Ofen geschoben und noch mit warmer Glasur auf den Kaffeetisch gestellt. Es wsr ein toller Tag. Ein toller Nachmittag, ein wirklich toller Abend. So liebe ich es. Und das mit dem Platzmangel kriegen wir auch noch hin.
Der Morgen danach war diesmal kein Schreck mit Blick in die Küche (die Spülmaschine war schlichtweg leer als es darauf ankam) und es gab ein spontanes Weißwurstfrühstück mit den besten Schwiegereltern von Welt. Die Weißwürste gingen Samstag irgendwie unter *räusper*
Nach ausgiebigen Frühstück fiel mir dann auch auf warum ich am Vortag überhaupt den fixen Nusskuchen machen konnte - ich wollte Sonntag Schwarzwälderkirsch für meine Mama machen. Blöd das ich alle Eier verballert hatte. Gut das Kiosk Schwiegermutter immer geöffnet hat und immer alles hat was ich brauche.
Der Schwarzwälderkirsch stand also nichts mehr im Wege. Und ich packte die Kinder nach dem Mittagsschlaf ins Auto um weiter zu feiern. Diesmal den Geburtstag meiner Mama. Der kleine Wuselzwerg fieberte zwar immernoch aber er freute sich so auf den Hund das ich ihm das nicht nehmen wollte.
Immerhin war Zwergl somit vom Leiden abgelenkt. Punkt 20 Uhr wurde dann das Ende der Geburtstagszeit eingeläutet. War auch überfällig. Denn alles hat ein Ende und wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören. Oder so.
Minensie

Verwöhnt

Ja das bin ich. Ziemlich sogar. Eigentlich müsste mir wenig Schlaf nichts ausmachen. Solang es 4 Stunden am Stück sind, bin ich eigentlich ausgeschlafen. Aber meine Kinder schlafen für gewöhnlich durch. Von 20 Uhr / 21 Uhr bis 6:30 Uhr. Eigentlich auch etwas länger, aber unser Tag beginnt stressfreier seit wir nicht mehr um 7 Uhr aufstehen. Der große Wuselzwerg schläft gerne auch mal länger aber naja. In jedem Fall ist mein  Schlafplatz im Wohnzimmer auf der Couch schon lange kein notwendiger mehr (da der Mann Nachts arbeitet ist das jedoch eh egal wo ich schlafe ). Und dennoch muss ich mich ziemlich neu sortieren, fällt dieses Durchschlafen einmal weg. Bei Krankheit zum Beispiel. Und selbst da bin ich sehr verwöhnt, da auch das selten Grund für Schlafunterbrechung ist.
Kaum zu glauben aber es rädert mich total, muss ich dann doch mal auf. Hat mich der kleine Wuselzwerg in seinem ersten Lebensjahr quasi permanent wachgehalten ( wir reden hier von einem Schlafrhythmus der die 2 Stunden nur selten schaffte) kann ich mich jetzt kaum wachhalten, muss ich doch mal raus. Und das muss ich. Seit ein paar Tagen. Der kleine Wuselzwerg ist erkältet. Das erste Mal in seinen 2,5 Jahren so richtig ernsthaft. Mit Fieber länger als zwei Nächte und mit Husten der ihm Bauchmuskelkater verschafft. Zwiebelsaft wird hier in rauhen Mengen verzehrt. Und Schlafunterbrechungen die mich schaffen. Ich Weichei. Das hier dient nur meiner Selbstermutigung. Da meine Kinder mich Nachts seit knapp einem Jahr in Ruhe lassen und ich somit kein Recht auf schlechte Laune habe, tuen sie es mal nicht. Dann haben sie einen Grund und ich gefälligst kein Recht zu Jammern. Tzses.

Eben verwöhnt. Aber sowas von.

Minensie

2014/11/03

Vom Feiern und .... vom Feiern

Nun ist es vorbei. Seit Donnerstag stand die Welt etwas Kopf.
Der große Wuselzwerg begrüßte sein 4. Lebensjahr mit ganz viel Herzflattern und einem extrem breitem Grinsen. Er konnte es kaum erwarten das Geschenk das seit Wochen von Uroma und Großtante bei mir im Schrank lagert endlich auspacken zu dürfen. Er fragte mich in den letzten Wochen jeden 2. Tag ob er wenigstens ein kleines Eckchen aufmachen dürfe, er wüsste ja gar nicht was da drin sei.
Es waren Süßigkeiten und ein extrem tolles Kuschelkissen. Dem Strahlen nach hatte sich das Warten für ihn gelohnt.
Nachdem ich erst einen Tag zuvor endlich fündig geworden war, lagen wir auch diesmal Goldrichtig mit unserem Geschenk. Einem Autokoffer in Form des Trucks von Cars. Platz für 16 Autos und ganz viel Streit im Kinderzimmer. Glück des kleinen Wuselzwerges das der große Wuselzwerg für den ersten Teil des Tages in den Kindergarten durfte. Dort fanden 60 Pizzaschnecken aus Blätterteig ohne Schweinefleisch und teilweise vegetarisch hungrige kleine Abnehmer. Dafür hatte sich die Nachtschicht gelohnt.
Während also der große Wuselzwerg im Kindergarten den Startschuss zum Feiern gab und meine geliebte Schwester sich rundum um den kleinen Wuselzwerg kümmerte, bereitete ich alles für die Party am Nachmittag vor. Erst gegen 11 Uhr machte ich mich an den Kuchen. Mir wurde sehr schnell bewusst - Schwerkraft ist ein Arsch. Ich bastelte also unter Hochdruck einen Kuchenturm mit Ketten"rädern". Das ging auch wirklich zügig und als dann auch der Kran"arm" irgendwie durchdacht und umgesetzt war kam ich allmählich ins schwitzen.  Es fehlte noch Dreck. Und Irgendetwas, dass der Schwerkraft trotzte. Und natürlich Zeit. Die fehlte enorm. 14 Uhr und der Kuchen war immerhin halb fertig. 14:45 Uhr und wir wackelten zum Kindergarten um 7 ziemlich aufgekratzte Kinder (meinem inklusive) abzuholen. Gott sei Dank nur eine Minute Fußweg. Ich erklärte noch einmal fix die Regeln und die Meute stürmte die Wohnung. Leider verpasste ich es zu sagen dass die Geschenke erst später geöffnet werden sollten. Bis ich in der Wohnung war belagerten 6 Kinder den großen Wuselzwerg und wollten dass er JEDES Geschenk gleichzeitig öffnete. Schaffte er nicht und es dauerte eine Weile bis all die Kinder wieder sortiert waren. Es war so ein Gewusel dass der letzte Gast beinahe unterging. Aber nur beinahe.

Beim dritten Anlauf verschaffte ich mir tatsächlich Gehör und alle Kinder saßen am Tisch um dem Wunderkerzenschauspiel zuzusehen. Der Kuchen fand Gottlob den Anklang den ich mir erhofft hatte UND er stand eine kurze Weile komplett frei - Schwerkraft besiegt! Kurz zumindest. Der Kran-Arm war natürlich beim Kuchenanschnitt als erstes dran. Ganz uneigennützig natürlich. Es schmeckte und ich flitze. Kaba hier, Apfelschorle da und dort Leitungswasser bitte. Lange hielten sich die Kinder nicht mit Kuchenessen auf. Das Kinderzimmer wollte entdeckt werden. Die Regel "Niemand auf dem Doppelstockbett" beherzigten alle Kinder ohne murren. Es ging wie erwartet laut und wie gewünscht größtenteils friedlich zu. Ich rechnete mit vielen Tränen, viel Streit und noch mehr Gemotze aber es blieb alles friedlich. Die Mädels kommandierte ich als erstes zum Teller bemalen und dort zeigte sich der absolut deutliche Unterschied zu den Jungs. Während die Jungs laut und körperbetont spielten, malten und bastelten due Mädels sehr still aber mit großer Freude. Ich kramte alles an Bastelvorrat heraus der mir einfiel und es wurden Hexentreppen gefaltet, Punkte geklebt und ausgemalt. Die Jungs konnte ich nicht zum Teller bemalen überreden, außer meine, due freuten sich da schon seit Tagen drauf. Und si vergingen die 3 Stunden wie im Flug. Um 17 Uhr kommandierte ich mein Schwesterherz und Herrn Ekooon zum Bufettbasteln und sie machten es großartig. Als dann bis halb Sieben alle Kinder abgeholt waren, gab es für mich den wohlverdienten Sekt. Und darauf den Zweitens. Und darauf völlige Erschöpfung.
Irgendwie bekam ich die Kinder ins Bett und irgendwann ist auch der Herr von und zu Zwergenpapa aufgestanden um sich zu beschweren, dass ihn niemand geweckt hatte ( wer hätte ahnen können dass das bei 9 lustig lauten Kindern nötig gewesen wäre) und irgendwie bin ich dann sofort eingeschlafen, mit Chaos in der Küche und friedlicher Ruhe meinerseits des Sektes wegen. Zufrieden und entspannt habe ich geschlafen. Bis zum nächsten Morgen. Mit der Gewissheit, dass war ein gelungener Tag.  Das hat gepasst.

Die Party ging dann Samstag weiter aber dazu später mehr.

Minensie

2014/11/01

Blöd

Man man..... heute habe ich einen richtigen Klogriff in Sachen Erziehung hingelegt. Ich ärger mich, je länger ich darüber nachdenke, immer mehr über mich selbst!

Eigentlich war heute ein guter Tag. Der kleine Wuselzwerg war brav bei allem was ich Vormittags erledigen musste, hatte ausreichend geschlafen und war nach dem Mittagsschlaf gar nicht mehr warm - so wie er es nach dem Aufstehen am Morgen war. Der große Wuselzwerg war um halb acht Uhr morgens komplett fertig - vom Essen bis zum Zähneputzen und Anziehen. Und ziemlich Punkt acht Uhr im Kindergarten. Tatsächlich eine Meisterleistung von uns.
Der Nachmittag war mit Winterschuhe kaufen und Kürbisschnitzen verplant. Bis 14:30 uhr etwa. Ab da änderte sich der Tagesplan ziemlich schnell zu einem kleinen Abenteuer. Zugfahren in die nächste Stadt in der es einen TKmaxx gab. Um 15:40 Uhr fuhr der Zug. Also Taschen gepackt und großen Wuselzwerg vom Kindergarten abgeholt. Dort nahm mich die Erzieherin zur Seite und informierte mich über einen "Fehltritt" des großen Wuselzwerges am Vormittag und über dessen Konsequenzen. Ich nickte zustimmend und mahnte den großen Wuselzwerg ebenfalls und musste ihm im gleichen Atemzug mitteilen das wir uns beeilen mussten, denn - tadaaaa - wir wollten Zug fahren. Der Tadel ging somit völlig unter und meine Zwei freuten sich wie es eben nur Kinder können. Die Hinfahrt war lustig und aufregend, der Einkauf auch (und nebenbei sehr erfolgreich) und bis auf immer wieder kehrende kleine Ermahnungen verlief der gesamte Nachmittag ziemlich cool. Auf dem Weg zum Zug Richtung Heimat kam ich ziemlich ins Schwitzen und die Zugfahrt heimwärts war auch nicht mehr ganz so entspannt wie die Hinfahrt. Aber klar. Kinder müde, aufgeregt und ziemlich angetan von diesem Ausflug, da ist Stillsitzen eben nichts was leicht fällt. Auch daheim verlief es Anfangs noch recht entspannt. Der große Wuselzwerg wollte eine Einkaufsbeute bespielen, die es offiziell gar nicht für ihn gab und es folgten die ersten Tränen gefolgt vom Gemecker. Mit neue Bücher vorlesen entschärfte sich diese Situation glücklicherweise sofort. Bis zum Zähneputzen. Danach Bettfein umziehen war dann nicht mehr friedlich. Das Gemecker steigerte sich sekündlich, hauptsächlich der Müdigkeit wegen, dass ist mir klar. Nichts desto trotz platzte mir nach einer knappen halben Stunde Gezeder der Kragen und mein Mund war schneller als mein Hirn. Viel Schneller. Und ich sprach eine - ja was eigentlich? Eine Drohung? Eine Feststellung? In jedem Fall etwas selten dämliches aus: Kein Zug fahren mehr für den großen Wuselzwerg. Wer so traurig vom Zug fahren ist und nur noch weint und schimpft, der kann keinen Zug mehr mit mir fahren.
Ole ole. Ohrfeigen bitte einmal links und einmal rechts. Als ob das überdrehte, müde Kind etwas für meinen Mangel an Geduld kann. Zum kotzen ist das. Ein regelrechtes Drama um Konsequenz und Glaubwürdigkeit. So eine Bieberkacke mit der Erziehung. Grrrr. Ich möchte mich wahrlich selbst in den Hintern treten.

Ich hatte jetzt ein bisschen Zeit mich da rein zu steigern.
Mal sehen was ich daraus mache...

Hachja.

Minensie

2014/10/30

Der Morgen danach...

Heute mal mit Bild und in Farbe.

Darauf erstmal einen Kaffee! (Der gestern Abend sicher eine bessere Idee gewesen wäre als der Sekt hihi)

Minensie

2014/10/28

Je länger die Nächte...

Desto besser die Tage.. hoffe ich. Hier ist ein Bombenanschlag im Wohnzimmer und dem Rest der Wohnung verübt wurden. Der Kuchen steht in seiner Ausgangsform in der Küche und ich habe gerade eben ein Probeblech der Pizzaschnecken für den Kiga in den Ofen geschoben. Hab ich erwähnt das morgen insgesamt 9 kinder auf einen Kran-Kuchen warten und hier die Bude rocken werden? Normalerweise versetzt mich das in panik aber bis jetzt bin ich noch tiefenentspannt... ich bin gespannt wie lange noch .... ein paar Stunden hab ich ja noch.


Minensie

2014/10/26

Kindermund #2

Kinder sind wunderbare Spiegel eines jedem selbst: "Sei jetzt mal ruhig!!! ICH rede jetzt mit Mama!!!!!" Fällt der 2,5 jährige Bruder dem fast 4 jährigem Bruder ins Wort.

Minensie

2014/10/24

Kindermund #1

"Schau mal Mama, da sind schmutzige Wolken!" Kleiner Wuselzwerg am Morgen als uns der Tag mit Nebel begrüßte.

2014/10/23

1-2-3-4 der Geburtstag steht bald vor der Tür

Ist es zu glauben? Vor 4 Jahren hibbelten die Ärzte der magischen 37+0 SSW entgegen. Und ich trauerter den bereits 2 Wochen vergangenen Mutterschutzbeginn nach, den ich lästigerweise durchweg mit Krankenhausgeruch, einem unbequemen Krankenhausbett und unglaublich schlechtem TV Programm verbrachte anstatt das Kinderzimmer fertig zu richten und endlich daheim faul rumzukugeln.
Vor 4 Jahren lernte ich eine herzerfrischende werdende Zwillingsmama kennen, mit der der Krankenhauskoller wenigstens zeitweise lustig und somit auszuhalten war und die mir bis heute so ans Herz gewachsen ist.
Und jetzt bereite ich zum vierten Mal einen Wuselzwerg Geburtstag vor.
Puh. Der erste mit mir quasi fremden Kindern. Ein bisschen unheimlich irgendwie.
Die Einladungen sind raus, der Geburtstagskuchen nimmt Gestalt an (zumindest in meinem Kopf) und an sich steht der Ablauf. Eigentlich alles ganz locker diesmal. Ich werde max 6(!!!! Verflucht sei meine Inkonsequenz) vom Kindergarten abholen, wir werden den wohl coolsten Kran-Kuchen essen, die dann insgesamt maximal 9 Kinder werden laut und brav spielen während Etappenweiße jeweils zwei davon einen Porzellanteller mit ihren Kunstwerken zu einmaligen Tellern verwandeln. Und dann werden nach 3 Stunden und einem Abschlussbufett maximal 6 der maximal 9 Kinder abgeholt und nach einem ruhigen Tässchen Kännchen Kaffee für mich werden meine zwei absolut zufrieden ins Bett hüpfen :-D
Ich finde diesen Plan genial. Lassen wir uns überraschen :-D

Minensie

2014/10/18

Wochenschau

Ich muss ein bisschen für mich notieren. Die Tage werden kürzer und ich neige dazu mich pünktlich um 20:30 Uhr in die horizontale Ebene zu begeben und mich für gewöhnlich erst am nächsten Morgen zu irgendwelchen anderen Bewegungen aufraffen zu können.

Montag: Eine Nacht ohne Handy überlebt. Und nicht mal sonderlich vermisst. Käse für Johnny gekauft und nur die Hälfte von dem geschafft was ich schaffen wollte. Aber naja. Am Nachmittag über den großen Wuselzwerg gestaunt und Abends über meine Müdigkeit.

Dienstag: Der große Wuselzwerg wusste eines an diesem Morgen genau - nämlich das er nichts von dem wusste, was er eigentlich wollte. Kein Käsebrot, kein Salamibrot, kein Müsli, keinen Kaba, keine Socken und schon gar nicht aufhören mit schreien, wüten und toben. Es ging dann tatsächlich ohne Frühstück und ohne Socken in den Kindergarten. Doof fand ich das schon, aber wer 20 Minuten sein Essen anschreit kann so hungrig nicht sein. Ohne Socken in den Gummistiefeln fand der Zwerg natürlich auch nicht so gut, aber auch hier: wer permanent seine Socken anschreit kann die eine Minute Fußweg zum Kindergarten ohne Socken verkraften. Immerhin gab es dort angekommen keine Proteste mehr bezüglich des anziehens. Dafür um so mehr der Tatsache wegen, dass der Zwerg mit all seiner schlechten Laune inmitten von 24 Kindern zurecht kommen musste. Aber er hat es verkraftet und ich habe ein strahlendes und gut gelauntes Kind abgeholt. Daheim blieb weitres Theater aus und somit war der Rest des Tages quasi langweilig.

Mittwoch: Der kleine Wuselzwerg hat meine Kuchendeko vernascht. Die meisten denen ich meine Empörung darüber mitteilte fanden diese Aktion jedoch süß statt sich gleichermaßen zu empören. Tzses. Neben Kinderturnen gab es keine nennenswerten Ereignisse. Kein Wutanfall oder ähnliches.

Donnerstag: Dem kleinen Wuselzwerg beim toben zusehen dürfen. Der Elterndienst hat seine Vorteile. Zu sehen wie sich der Zwerg seine Zeit beim Kleinkindertreff vertreibt tut gut. Etwas das mir beim Großen fehlt. Keinen Einblick bei ihm zu haben finde ich nach wie vor Schade.
Der Nachmittag war von schlechter Laune geprägt. Beim Herrn von und zu allen voran. Der Termin am Abend bei meiner lieben Annette war um so entspannter. Wieder daheim war die Laune immer noch nicht besser. Die der Zwerge hielt sich zum Glück.

Freitag: Der Tag war von Tauftortengestaltung geprägt. Von 8:45 uhr bis 16 uhr schaffte ich die Vorgaben und Musikgarten musste nicht ausfallen. Sogar Körperpflege schaffte ich dazwischen. Am Abend gab es viel Sekt und gutes Essen. Und eine Chaoswohnung. Fondant ist hauptsächlich in der Nacharbeit Zeitintensiv. Dafür ist nun alles wieder an seinem Platz und ich an meinem... die Arbeit ruft in weniger als 5 Stunden.

2014/10/11

Einmal Zurückspulen bitte

Nun ist er weg. Die Wohnung ist ziemlich leer und so unglaublich still. Das liegt nicht daran das alle meine Männer schlafen. Das liegt hauptsächlich daran, dass da so ein Gefühl in allem mitschwingt. Nicht mehr zu fünft. Wieder zu viert. Waren wir tatsächlich die letzten 2,5 Jahre nur zu viert?
Mir kamen die letzten 8 Wochen so selbstverständlich vollkommen vor. Seltsame Welt.

Jetzt sitz ich im chaotischsten Wohnzimmer überhaupt und bin völlig geplättet. Von dem heutigen Tag. Von den letzten 59 Tagen. Wahnsinn!
Außer unnötige Kalorien in mich hinein zu stopfen bin ich gerade wirklich unfähig. Unfähig zu schlafen, aufzuräumen, zu lesen... Nicht mal Bilder krieg ich auf den Ersatz-PC. Ok. Das könnte auch daran liegen das entweder ich oder mein Handy Linux nicht mögen. Aber das ist jetzt völlig irrelevant. Glaub ich.
Mein Hirn ist völliger Gedankenbrei.

Ich hatte ganze 59 Tage einen Vater an meiner Seite. Ein wirklich unglaubliches Gefühl.

Da bleibt mal wieder nur ein Danke.

Danke

Minensie

2014/10/07

Wochenende mal anders

Vorwort: Den Eintrag auf 3 Tage verteilt zu schreiben gehört nicht zu meinen besten Ideen. Aber ich habe gersde keinen Nerv für Korrektur. Deswegen - viel Spaß beim stolpern.

Unser Wochenende war ganz typisch für uns. Ungeplant und trotzdem verplant. Eigentlich sollte das Wochenende am Donnerstag beginnen. Mit einem Besuch beim Cousinchen. Angefangen hat es dann jedoch erst am Sonntag. Am Feiertagsfreitag wurde Papa abgeholt. Um ein paar Tage in Deutschland ohne Kinderhüten zu verbringen. Für uns bedeutete der verschobene Wochenendanfang so viel wie nur möglich zu erledigen. 20 kg Süßigkeiten kaufen zum Beispiel. Und Parfüm. Und noch weitere kleine Geschenke. Die Abreise ist so nah und es ist noch viel zu tun. Als wir dann Sonntag ins Wochenende starten waren wir so unvorbereitet wie nur wir es sein können. Aber das wichtigste hatten wir dabei. Schlafsachen, Reisdrink und Zahnbürsten. Und gute Laune natürlich. Die 2 stündige Fahrt war unerwartet angenehm und wir unerwartet pünktlich. Etwas das die Gastgeber aus der Planung brachte, aber nur kurz. Nach Sternchensuppe und Lebkuchen ging es weiter zur Oma bzw Uroma. Und dort staunten wir über Bilder vergangener Tage und kicherten der Momente, die noch so lebhaft in Erinnerung waren. Es gab leckere Krautrouladen und Kartoffeln und eine weitere Portion humoristischer Einlagen. Und Salsamusik für den Babybauch. Ein typischer Nachmittag/Abend bei meinen lieben also.

Am nächsten Morgen gab es zum Frühstück eine Portion Vorfreude und eine extra Portion Aufregung. Baby machte sich nach 3 Wochen Übung endlich endgültig auf den Weg. Und die frischgebackenen Großeltern warteten auf das ok zum Besuch. Nach nicht ganz 6 Stunden auf dieser Welt durften wir das neuste Familienmitglied begrüßen. Was für eine rundum Erleichterung. So viele Ängste die in den vergangenen 41 Wochen geschürt worden sind. Alle haben sie sich für unnötig erwiesen. Und das so ein neues Familienmitglied niemals an Zauber verliert beweist meine Oma die nun auch beim 10ten Urenkel vor Freude weint. Sie ist so voller Stolz. Auf jeden einzelnen von uns. Und das ist ein wirklich besonders gutes Gefühl.

Nach der Babyschau packten wir dann doch alle unsere Sachen und fuhren heim. Der kleine Wuselzwerg kränkelte und der Herr von und zu quengelte. Da war die Heimfahrt quasi unumgänglich.

Das der nächste Tag ein Dienstag war habe ich auch erst später gemerkt. Somit war der große Wuselzwerg einen Tag unentschuldigt vom Kindergarten daheim und wir völlig zeitlos quasi mitten in der Woche.

Und nun geht es in den Endspurt. Mittwoch großes Abschiedsessen für Papa, heute Anreise in Frankfurt, morgen Abflug von Papa. Puh.

Minensie

2014/10/03

Grenzenlos

Heute ist also dieser eine, dieser geschichtsträchtige Tag. Heute vor 25 Jahren durchbrachen Menschen Grenzen. Jene die für die Ewigkeit bestimmt waren.
Mein persönlicher, geschichtsträchtiger Tag liegt nunmehr 26 Jahre zurück.
Vor 26 Jahren beschloß meine Mutter, das ein Leben auf der anderen Seite besser wäre als das, was sie in den letzten 22 Jahren erlebte. Ich war 4 Jahre alt und verstand von all dem nichts. Ich hatte bis dahin eine unbeschwerte Kindheit. Ich erinnere mich an viele Tage in den Straßen meiner Geburtsstadt. Täglich hunderte Treppen hoch zur Burg und wieder runter. Ohne Atemnot. Ich erinnere mich an den Schlafsaal in der Kindergrippe/Kindergarten. An eine Dornröschen-Aufführung und Häschen-in-der-Grube. Ich erinnere mich auch an die Platzwunde meines Kindergartenfreundes als er beim schlafen herumblödelte und sich den Kopf derart anschlug das er tagelang mit dick eingewickelten Kopf herumlief. Und ich erinnere mich an meine eigene Platzwunde, als ich bei meiner Cousine auf dem Dreirad hinten mit fuhr und nur die Hausecke uns bremste. Ich erinnere mich außerdem an die coolste Cousine mit den coolsten Klamotten, die mich vom Kindergarten abholte, bei der ich so viele Nächte schlief und die mir mit großer Hingabe meine Haare kämte.
Und dann erinnere ich mich an diese eine Reise. Daran dass es dunkel war, ich nicht viel sagen durfte und ich erinnere michcan uniformierte Männer, die eine seltsame Sprache sprachen aber freundlich schienen. Die mit mir Karten spielten und ich bilde mir ein stets gewonnen zu haben.

Und dann war da dieses Hotel. In dem ein ziemlich kleiner Mann ein ziemliches großes Motorrad fuhr und ich mich immer fragte wie er mit diesen kurzen Beinen auf den Boden kam. Und an diese mega coole Schaukel, bei der ich immer versuchte bis zum Überschlag zu schaukeln. An meine ersten Rollschuhe. Und daran, als ich das erste Mal in einem Spielwareneinkaufshaus stand und eigentlich eine Barbie wollte, wie die anderen Mädchen im Hotel, und mich dann doch für ein weißes Pony mit lila Mähne UND abschließbaren Geheimfach im Sattel entschied. Zu meinem 5. Geburtstag. Ich liebte es so sehr. Und es roch nach Zuckerwatte.
Ich erinnere mich an so vieles. Vorallem aber daran, dass ich nie Angst hatte. Weder bei der Reise im Dunklen noch vor  uniformierten Männern. Ich begriff erst sehr viel später was das alles bedeutete. Und erst heute verstehe ich was meine Mutter entscheiden musste. Ich habe höchsten Respekt vor ihrem Handeln. Und davor, dass sie all die Sorgen von mir fern hielt. Das ich mich stets sicher fühlte. Angst lernte ich erst nach dieser Reise kennen. Denn genau so fühlte es sich an. Wie eine Reise. Nicht wie eine Flucht.

Danke. Mama. Dafür das du mich so beschützt hast, dass ich mich immer sicher fühlte. Unbeschwert. Und immer als Kind. Danke das ich heute nicht vor solchen Entscheidungen stehen muss. Das mein fast 4 jähriger Wuselzwerg durch und durch unbeschwert und völlig frei in diesem Land leben kann. Das ich völlig unbeschwert zusehen kann wie er wächst, wie beide wachsen. In dieser wunderbaren Stadt, in diesem wunderschönen Land. Danke.

Minensie

2014/09/29

Wochenende ohne Bilder

Es scheint ja so Gang und Gebe in der Bloggerszene sein Wochenende in Bildern zu präsentieren. Da ich ja hinterm Mond lebe zieht auch dieser Brauchtum an mir vorbei (zumal das mit den Bildern vom Handy aus nicht so klappt wie ich das will). Deswegen....

Es folgt: Unser Wochenende in Buchstaben

Freitag:
Ziemlich seltsamer Tag. Erst Arbeit die ich im Schneckentempo absolvierte und dies auch jede Schleichsekunde genau so durfte, dann wie-dusch-ich-mich-in-3-2-1, dann Buscatching mit den zwei Zwergen und dann Muttersport für Fortgeschrittene (auch Musikgarten genannt). Zum Luft holen kam ich erst nach dieser Gruppenveranstaltung. Nämlich beim ausgedehnten Tratsch danach. Ich bin überzeugt, nur deswegen bin ich so hochmotiviert bei der Musiksache. Das es denn Kindern letztendlich auch noch gefällt ist ja fast nebensächlich *räusper*
In jedem Fall genossen es die Kinder, danach ausgiebig für uns in der Wiese kochen zu dürfen. Es gab Blattsalat und Pilzragout mit Baumrinde.
Das Leben ist schön.
Den Nachhauseweg schafften beide durchgehend laufend bzw radelnd. Ja da bin ich schon etwas stolz. Und mein Rücken dankbar.
Kaum zu Hause gab es die Willkommens-Rouladen für Schwiegermutter von - Schwiegermutter. Die Arme musste dank meines Arbeitstages ihr Hallo-wieder-da-Essen selbst kochen. Aber es war sooooo göttlich lecker. Da konnte das Baumrinden-Pilzragout leider nicht mithalten.
Nachts dann verfestigte sich der Verdacht das Samstag ziemlich verschnupft werden würde.

Samstag:
Wie vermutet - verschnupft. Morgendlicher Kleineinkauf mit meinem persönlichen Packesel namens Papa. Es ist unglaublich das ich wirklich nichts (!!!!) in seiner Nähe tragen darf.
Da werd ich ganz schön leiden in 2 Wochen....
Nach dem fast krisenfreien Einkauf (ich musste nur je einen Joghurt pro Zwerg zugestehen) gab es Verwöhnfrühstück bei Schwiegermutter. Nachdem sie 12 Tage Sonne in Italien tanken war, war das Frühstück wirklich wirklich überfällig.
Zwischen zweiter Tasse Kaffee und etwas Haushalt bräunt sich der erste Käsekuchen für den Kindergartenbasar im Ofen. Und zwischen Wäscheberg erklimmen und Mittagsschlafritual pausierte der zweite Käsekuchen für uns im Ofen. Zeitlich wurde es dann dennoch knapp und der Käsekuchen musste frisch und noch warm unser Haus verlassen. Ob er schmeckte oder sich gut verkaufen ließ? Keine Ahnung. Ich verbrachte genau 4 Minuten auf dem Basar und brachte eine 2 € Plastikkochplattenauflage mit heim. Für den Sandkasten. Wenn die Zwei schon in der Wohnung keine Spielküche haben.
Nach dem Mittagsschlaf entschieden wir spontan, dass Papa die Altenburg sehen sollte. Also hoch auf den Berg. Rein in die Burg. Unzählige Treppen hinauf zur besten Aussicht Bambergs. Mit verstopfter Nase eine ganz schöne Anstrengung. Danach zu Poldis ehemaligen Zwinger, hoch zur Aussichtsplattform und wieder runter zum wilden Garten. Und wieder bon vorne. Das ging zweimal so. Die Wuselzwerge hatten so viel Spaß an den Treppen, ganz gleich wie luftlos ich der verstopften Nase wegen war. Es war in der Sonne so angenehm warm das man gar nicht glauben wollte das es Ende September war. Und überall bunte Blätter. Und Kastanien. Und Herbstluft. Herrlich. Nach ca. 1,5 Stunden fuhren wir zurück. Mit Umweg zur charmantesten Baustelle. Ich liebe das Grundstück und die alten Mauern und ich weiß das sich der Aufwand lohnen wird. Ich freue mich so für die Bauherren, sie haben sich das Fleckchen Frieden so verdient! Der kleine Wuselzwerg half dann auch kräftig beim schaufeln. Er wollte gar nicht mehr woanders hin und war so hoch konzentriert bei der Sache, das er seinen eigenen Dreckbergabsturz kaum wahrnahm und sofort wieder den Spaten schwang, der fast doppelt so groß war wie er selbst.
Beim endgültigen Heimweg gab es dicke Tränen. Die Katze des kleinen Wuselzwerges war verschwunden und nichts konnte ihn beruhigen. Daheim angekommen mussten wir den gesamten Hof absuchen. Aber keine Katze weit und breit. Alle Katzen die ich sah waren die falschen. Nach einer viertel Stunde vergebenen suchens gab sich der kleine Wuselzwerg damit zu Frieden, dass die Katze gerade mal Wuselzwerge Pause braucht und ganz bestimmt zum Abendessen wieder da ist. So wars dann auch. Nach dem Essen baute der kleine Wuselzwerg eine Höhle für seine Katze die keine Zebras frisst, wie er betonte. Herr von und zu Zwergenpapa und mein Papa verabschiedeten sich dann zum Männerabend und ich genoss die Ruhe und das Nichtstun. So mag ich das.

Sonntag:
Nach späten Frühstück machten wir uns gegen 11 uhr fertig und fuhren Richtung Fränkische Schweiz. Mit den Fahrrädern der Kinder in Gepäck wählten wir eine kurze Strecke von etwa 5 km hin und zurück, die die Zwerge gut schafften. Ja gut. Sie ließen sich bergauf mit Spanngurten ziehen und der kleine Wuselzwerg fand Omas oder Tubaopas Schultern zwischendurch verlockender als laufen oder radeln aber alles in allem klappte es erstaunlich gut und ohne gequengel trotz fehlendem Mittagsschlaf. Die Einkehr in ein Wirtshaus war da due eigentliche Herausforderung. Aber auch das klappte und nach dem Essen wartetw die eigentliche Attraktion auf die Zwerge. Traktoren. Große Traktoren. Sehr große Traktoren. Ich war mindestens genauso beeindruckt wie die Zwerge. Was es nicht alles gibt in der heutigen Zeit!
Auf dem Heimweg gab es noch einen kurzen Umweg zu einem Onkel und der Tag war perfekt. Steine in den Hauseigenen Bach zu werfen... das toppt einfach alles.
Zu Hause brachten wir dann sehr glückliche, ausgepowerte und müde Kinder zu Bett.

Das Wochenende war somit randvoll mit tollen Momenten.

In wenigen Tagen fliegt der Opa zurück und mir wird ganz schwer ums Herz. Bis dahin wollen wir noch ein paar schöne Tage verbringen. Ich denke das kriegen wir hin.

Minensie

2014/09/25

Die Welt ist ein Spielplatz

Es gibt Tage, da frag ich mich, ob das hier alles richtig läuft. Zugegeben, die Tage gibt es ziemlich oft. Diesmal in Bezug auf Spielsachen. Da ärgere ich mich einerseits über viel zu viel Spielsachenkrusch und dann flattert am nächsten Tag der neue Katalog von Jako-o ins Haus und ich habe das Gefühl meine Kinder haben absolut NICHTS zum spielen.
Außer der riesen Kiste Lego. Und der riesen Kiste Holzeisenbahnschienen. Und der kleinen Kiste Autos. Und der anderen Kiste Tiere. Und der weiteren Kiste Spielfiguren. Das ist ja am Ende doch überschaubar. Da fehlt dann doch ein richtiges Feuerwehrhaus, ein Stall für all die Tiere, ein Eisenbahntisch und ein neues Zusammenbauprojekt. Oder ein Kaufmannsladen. Nicht mal eine Spielküche haben die Zwei. Das sind doch Kinder - die brauchen doch sowas ganz dringend. Oder nicht?

Wenn ich dann diesen kurzfristigen Anflug von viel zu wenig Überwunden habe, zeigen mir die Zwei was sie wirklich brauchen. Kein Feuerwehrhaus und keinen Kaufmannsladen. Nein. Sie brauchen lediglich die Freiheit sich in ihrer Fantasie austoben zu dürfen. Alle Kissen vom Sofa werfen zu dürfen um eine Hüpfburg daraus zu bauen. Wäschekörbe zu Autos umfunktionieren zu dürfen und wenn ich eben nicht schnell genug mit Wäscheeinräumen bin, dann muss da eben die Wäsche andersweitig raus. Das ist dann auch gleich der ideale Haufen für das "Lagerfeuer". Durchsetzt mit lauter Papierschnitzen als "Anbrenner". Und eh ich mich versehe wird aus der Kissenhüpfburg eine Küche, direkt neben dem Bett für den (materiellen) Teddybär und die (imaginären) Kätzchen. Aus Lego baut mir der große Wuselzwerg dann Haarschneidemaschienen und Rasieraparrate für die Männer im Haus oder Rührgeräte die in ihren Fähigkeiten käuflich nicht zu erwerben sind (z. B. Mit integriertem Ofen um in der Schüssel gleich fertig zu backen). Und auch beim Kaufmannsladen muss ich letztendlich kein schlechtes Gewissen haben. Aus Lego gebaute Kassen und die Barhocker im Flur sind Kaufladen genug. Und dort bekomm ich vom Kaffee bis zum Katzenfutter alles direkt in die Küche geliefert. Das ist doch mal echter Luxus.

Sind meine Zwei also wirklich so arm dran wie ich es mir manchmal einbilde, weil sie keinen Fuhrpark von Bruder Fahrzeugen haben und keine Spielküche, in der sie sich kreativ austoben können? Wenn ich so in mich hinein horche, dann huscht nur ein Lächeln über meine Lippen und ich weiß natürlich, dass meine Zwei eigentlich genau das sind, was sie sein sollen - glücklich. Weil sie sein können was sie wollen.

Trotzdem vergesse ich das leider immer wieder. Vor lauter Konsummöglichkeiten, die jedoch vorallem nur zwei Dinge bewirken. Mir unnötiges Geld zu kosten und den tatsächlichen Spielraum meiner Kinder einschränken. Räumlich wie geistig.

Auf diese Erkenntnis gibts jetzt erstmal einen Chai.

In diesem Sinne einen fröhlichen Tag. Ich bestaune jetzt ganz gemütlich was meinen  Baumeisterzwergen wieder einfällt.

Minensie

Herbstanfang

Es ist amtlich. Der Herbst ist da. Wann genau sich der Sommer verabschiedete weiß ich nicht. Plötzlich ist es morgens dunkel wenn ich zur Arbeit radle. Und plötzlich reicht nicht mehr nur ein Pulli auf dem Weg zur Arbeit.
Kastanien hätte ich als sicheres indiz werten können. Oder die herunterfallenden Blätter. Hab ich aber nicht. Ganz blauäugig bin ich weiterhin ohne Jacke und ohne der nötigen Bewunderung im Morgenrot geradelt.nir um es jetzt zu vermissen.
Schrecklich wie ich so konzipiert bin. Erst zu schätzen, was vor mir passiert, wenn es vorbei ist. Diese Angewohnheit wollte ich doch eigentlich schon lange ablegen.
Und nun drehe ich wehmütig die Heizung an, ziehe Pulli UND Jacke an und bekomme das Bedürfnis nach Tee.

Und mit dem kühlen Wetter kommen auch kühle Gedanken. Die des Nichts-Schaffens und immer wieder die der eigenen Unfähigkeit. Diesmal bin ich jedoch tatsächlich zu müde, die Fehler bei mir zu suchen. Mich zu optimieren und mehr Effizienz zu erzwingen. Ich bin müde. Von all meinen hoch gesteckten Zielen. Und bin einfach nur froh wenn ich die Tage so rumbekomme ohne die Wohnung abzufackeln und keines der Kinder irgendwo vergessen zu haben (würde glaub ich tatsächlich nicht passieren... meine Kinder haben eine eingebaute Alarmanlage in sich, die sofort losgeht, sobald ich einen gewissen Radius der außerhalb der beiden liegt, betrete).

Eigentlich wollte ich keinen melodramatischen Eintrag schreiben. Aber nur eigentlich. Denn eigentlich ist mir gar nicht so melodramatisch zu mute. Aber eben auch hier nur eigentlich.
Und überhaupt habe ich gerade eigentlich sehr gute Laune und größte Motivation. Eigentlich.

Hm.

Minensie

2014/09/21

Der Satz zum Sonntag

"Sprich nicht mit mir - ich arbeite. Mit Pudding!" (Kleiner Wuselzwerg hoch konzentriert beim Frühstücksjoghurt essen)

Öhm ja.

Minensie

2014/09/17

Nur so #1

Der Moment wenn der Mund schneller redet als das Hirn denken kann:

"Wuselzwerg! Dein Müsli ist da!" - kurz vor dem Abendessen. Ole ole.

Minensie

2014/09/14

Katzenjammer

Unsere Katzen machen mich verrückt. Nicht das sie nur imaginäre Wunschvorstellungen der zwei Wuselzwerge sind, nein, ich muss mich auch imaginär ziemlich anspruchsvoll um sie kümmern. Futter ist ein heikles Thema. Die Vorlieben schwanken täglich. Wenn es heute Milch ist, ist es morgen Gummibärchen. Und dabei sind sie fordernd wie jene aus Fleisch und Blut. Und permanent verwechsle ich sie. Ständig haben sie andere Farben und ständig renne ich ins Fettnäpfchen. Denn die Empörung ist hier groß wenn ich das blaue mit dem gelben Kätzchen verwechsle. Spielzeug verschleppen sie ständig, sodass es nicht auffindbar ist oder nicht aufgeräumt werden kann. Dem kleinen Wuselzwerg sein Glück, dass die Kätzchen keinerlei Interesse an Nuckis zeigen. Viel lieber verschleppen sie meine Kochlöffel, Topflappen, Schuhe oder Kindergartentaschen...
Aber immerhin sind die Zwei stubenrein. So anständig erzogen, dass sie sogar aufs klo  gehen (und dabei den Toilettenpapierverbrauch enorm steigern... )
Bei so viel vorgestellter Liebe trauer ich schon innerlich, nicht eine echte Katze für diesen unseren Chaotenhaufen zu haben. Aber bitte nicht in blau oder grün und ganz ohne Schnarchen.

Minensie

2014/09/13

An Dich.

Hallo U.!
Wie geht's dir da oben? Ich war so lange nicht mehr bei dir. Obwohl du, auch nach all den Jahren, sehr präsent bei mir bist. Ständig. Ich denke das weißt du.
Ich wollte mich bedanken. Dafür, dass du soviel Geduld mit mir hast. Und dafür, dass du immer ein  offenes Ohr hast. Auch dafür, dass du so gut acht gibst auf die Wuselzwerge. Und dafür, dass ich so viele schöne Erinnerungen durch dich und  mit dir habe.
Ich denke gerne an den Lebensabschnitt, in dem du mich begleitet hast. Du hast nie die Wichtigkeit meiner Anliegen in Frage gestellt. Du hast mich wegen meiner Sorgen nie belächelt. Du hast mich mit 12 genauso ernst genommen wie mit 18. Das macht dich so wichtig für mich.
Ich vermisse es durchaus mit dir zu fachsimpeln. Texte zu übersetzen, Stephen King bzw seine Bücher zu analysieren. Ich vermisse es von dir den besten aller Eiscafés serviert zu bekommen. Und so belanglos wie mit dir Eis essen zu gehen. In der Eisdiele. Ich war bisher einmal ohne dich dort und es war seltsam. Sehr sogar.
Das du mich Weihnachten nicht sehen wolltest, bzw nicht wolltest das ich zu besuch komme, habe ich mittlerweile verstanden. Das hat ein paar Jahre gedauert aber mit der Zeit kommt die Erkenntnis. Heute weiß ich, dass auch das ein Grund zum Danke sagen ist. Dadurch habe ich dich tatsächlich bis zum Schluss nur als meinen U. in Erinnerung. Nicht den besiegten sondern auf Ewig den furchtlosen.
U. ich wollte dir nur sagen: Du gehörst zu den besten Dingen die mir im Leben passiert sind. Kein andere hätte mir die Zeit damals als genau richtig wie es ist vermittelt. Eben weil du nie vermitteln wolltest. Weil du nie mit deinen über 1,80 m meine Augenhöhe verpasst hast.
U. du fehlst mir. Manchmal so unbeschreiblich. Ich hab dich lieb. So ehrlich und aufrichtig wie es eine 12 jährige nur kann.
Danke mein liebes Ü.
Noch einen Gruß.
Deine
Minensie